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Über der Woche nach dem zwanzigsten Sonntag nach Trinitatis steht ein Wort des Propheten Micha: «Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, und was der Herr bei dir sucht, nämlich das Gebotene tun, Gemeinschaftssinn lieben und aufmerksam mitgehen mit dem Gott, der dir deinen Weg bahnt» (Micha 6,8 in Übersetzung von Hans Walter Wolff). Gott hat einen Rechtsstreit mit seinem Volk. Die Seinen reagieren nicht mehr auf ihn. Sie sind erschöpft verstummt. Wenn sie sich doch nur erinnern würden! Welche Wohltaten hat der Ewige seinem Volk vorenthalten? Hat er nicht herausgeführt aus dem Sklavenhaus? Ist er nicht mitgegangen auf dem Weg durch die Wüste? Hat er nicht in kritischen Situationen immer wieder eingegriffen und unüberwindliche Hindernisse aus dem Weg geräumt? Einzelne Menschen erinnern sich plötzlich, gehen in sich und fragen sich, wie sie zu Gott wieder in Beziehung kommen und neue Lebensfülle finden könnten. Sie sind unsicher. Was sie an Antworten in sich finden, führt nur in die Selbstüberforderung und hat nicht die Kraft, die Menschenseele und die Gottesbeziehung zu heilen. Doch Gott selber kommt zu Hilfe mit einer Wegweisung, die Micha in seinem Auftrag weitergibt. Was ist gut für den Menschen? 1. Gottes Rechtsordnung praktizieren. Beispiel: Die zehn Gebote ernst nehmen. Heute vielleicht besonders geboten: Vom Töten am Anfang und am Ende des Lebens Abstand nehmen. 2. Gemeinschaftssinn lieben. Beispiel: Zerrüttete Gemeinschaft neu herzustellen versuchen, neu auf den andern zugehen, in seiner Not zu ihm stehen. 3. Aufmerksam mitgehen mit Gott, was im Neuen Testament schlicht «Jesus nachfolgen» heisst, mit dem Bergprediger den Weg des Kreuzes und der Auferstehung gehen. Und dieses Dreifache soll getan werden im Vertrauen, dass der Höchste den Weg bahnt und ins gelobte Land führt.



18.10.2018 :: Ursula Trösch, ref. Pfarrerin, Huttwil
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