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Gemeinderat ist für das Mooraculum
Flühli:

Der Gemeinderat wird die Einsprachen von Naturschutzverbänden gegen den grossen Moorrundweg abweisen und hofft, im April die Baubewilligung erteilten zu können.

Die Bergbahnen Sörenberg AG wollen auf der Rossweid einen neuen, grösseren Moorrundweg erstellen. Das sogenannte Mooraculum soll einen Rundweg mit mehreren Stationen bieten, die Informationen über verschiedene Aspekte der Moorlandschaft vermitteln. Gegen das erste aufgelegte Projekt erhoben der WWF, Pro Natura und Birdlife Einsprache. Darauf wurde es überarbeitet und erneut aufgelegt. Die drei Naturschutzverbände legten jedoch erneut ihr Veto mittels Einsprache ein. Sie stellten ganz prinzipiell die Frage, ob ein so sensibles Moorschutzgebiet nicht genügend Naturerlebnis biete ohne Attraktivierungen (die «Wochen-Zeitung» berichtete mehrfach darüber).

Moorschutz wird Rechnung getragen 

Nun hat der Gemeinderat Flühli Stellung bezogen, wie Hans Lipp auf Anfrage erklärt. «Er wird die Einsprachen abweisen.» Die Bauherrin sei den Forderungen der Naturschutzverbände nicht nur entgegengekommen, sondern habe diese sogar übertroffen. «Aus Sicht des Gemeinderats wird dem Moorschutz genügend Rechnung getragen und die gesetzlichen Auflagen werden erfüllt.» Wie der Gemeindeammann weiter ausführt, müsse die Gemeinde nun noch den Bericht des Kantons abwarten. Weil es sich um Bauen ausserhalb der Bauzone handle, würden sich verschiedene kantonalen Dienststellen dazu äussern. Lipp rechnet aber nicht damit, dass von dort ein abschlägiger Bescheid kommt. Die Bergbahnen Sörenberg hätten sich bei der Erarbeitung des Projekts mit der Abteilung Natur- und Landschaftsschutz abgesprochen. Auch die Dienststelle Raum und Wirtschaft habe sich vorgängig bereits positiv geäussert.

Liegt der Entscheid des Kantons vor, kann der Gemeinderat die Baubewilligung erteilen. «Wir hoffen, dass dies im April der Fall sein wird», sagt Hans Lipp. Wollen die Naturschutzverbände das Mooraculum weiterhin verhindern, können sie den Entscheid an die nächste Instanz, das Kantonsgericht, weiterziehen. 

12.03.2020 :: sws.
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