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Es Söichopf choche, het veiechly z tüe gä
Es Söichopf choche, het veiechly z tüe gä Vo früecher:

Fleischsuppe oder Brüehi het me im 18. Jahrhundert i jedere guete Chuchi gäng ufem Füür gha. Das isch eso gsy, wüu me Bouillon-Würfle denn no nid het kennt. 

Vo dere Suppe het me für das Rezäpt brucht: Inere Bratpfanne bräglet me für jedes Täuer es rächts Stück Brot mit Anke, nimmt nachhär e chly vor Suppe u netzt die Brotschybe, nimmt Nidle u ds Gäube vo drü Eier u würzt das mit Mutschgetnuss. De mischt me das guet zäme u tuets über d Brotschnitte schütte u wartet, bis es hert isch. De nimmt me es Suppetäuer, leit so ne Brotschibe dry u füllt uf mit dr Suppe. Dr Outor vom Chochbuech vo 1747 hört fasch jedes Rezäpt uf mit «so ist es gut». Öb die Suppe guet isch, weiss i no nid, i has no nid probiert. 

Weme die Rezäpt dürelist, chönnt me meine, dass die Lüt denn z Bärn fasch nume Fleisch hei gässe. Aber me het dennzumale vomene Söili zsäges aus brucht. Es paar Sache sy usgibig erklärt worde. Ds Rezäpt Nummero 35 isch «Schweinskopf a la Dobe»: I ha das nid teschtet – aber öppis Ähnlechs: «Presschopf», das isch o us dämm Fleisch gmacht. 

Auso: Me muess e ganze Söi-Gring näh, dä guet putze u mit Ingwer, Pfäffer, Mutschgetnuss, Nägeli u Räckhouterbeeri (Wachhouder), wo me im Mörser fyyn gschtosse het, yribe. De chöm dä Gring ine Hafe, Essig dra u mit Rotwii uffülle. Dr Schryber seit usdrücklech, dass me müess Rote näh und nid Wysse. Mit Wysswii gäb das nüt rächts. De lat me dä Gring es paar Tag la stah. Weme de dä Gring wot choche, nimt me ne use, tuet die Gewürz absible u ergänzt no mit Lorbeer, Zitroneschibe u Meyoran u tuet die Gwürz ines Tuech u wicklet das Tuech mit dene Gwürz um ds Fleisch ume, so dass dr Gring ganz ypackt isch. Jitze heisst es choche imene grosse Hafe, bis ds Fleisch ganz ling isch. Im Internet hani i Rezäptvorschleg gläse, das me scho mit drei bis vier Stung müess rächne. Drnah nimmt me dr Gring use, nimmt das Tuech furt u garniert dr Gring inere grosse Platte u schüttet das Chochwasser drüber. Wes chaut wird, scheliert das, u es git Gallerich. Dr Chopf wird nachhär mit Blueme u Lorbeerbletter garniert, u chaut oder löiwarm särviert «so ist es gut». 

21.06.2018 :: Hans Minder, Lokalhistoriker
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