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«Es gefällt mir hier, was will ich mehr?»
«Es gefällt mir hier, was will ich mehr?» SCL Tigers:

Samuel Erni wollte mehr Verantwortung, als er vor zwei Jahren vom EV Zug zu den Tigers wechselte. Mittlerweile hat der Thurgauer das bekommen und hat sich mehr als etabliert. 

Laut Statistik gehört Samuel Erni zusammen mit Federico Lardi zu einem der solidesten Verteidigerduos der NLA. Die zwei sind richtige Boxplayspezialisten. Weisen doch beide ordentlich lange Unterzahl-Eiszeiten auf. Federico Lardi führt gar die Rangliste der Liga mit 122 Minuten und 10 Sekunden Boxplay-Zeit an. Samuel Erni folgt auf dem 5. Rang mit 113 Minuten und 2 Sekunden. Auch bei fünf gegen fünf lassen sich ihre Zahlen sehen. Die zwei Verteidiger schossen zusammen vier Tore, davon waren drei Gamewinner. «Ich bin nicht einer, der auf die Satistik schaut. Wichtig ist, dass die Mannschaft drei Punkte holt», erklärt der 28-jährige Thurgauer mit einem Schulterzucken, denn die Statistiken bedeuten ihm nichts. «Ich weiss genau, dass ich diese Saison ein Spiel gefehlt habe, sonst habe ich keine Ahnung von meinen Zahlen», lacht der Verteidiger mit der Nr. 72. Was er aber sagen kann, ist, dass er sich mit Federico Lardi sehr gut versteht: «Wir spielen schon seit einer Weile zusammen, sitzen in der Garderobe nebeneinander und können sehr gut miteinander sprechen, privat wie auch auf dem Eis.» Das sei sicher ein Vorteil, erklärt Erni weiter. Denn sie zwei wüssten ganz genau, wie der andere ticke: «Mit der Zeit kennt man das Spiel des anderen und weiss, wie er reagiert, darauf kann man sich einlassen und es entstehen Automatismen». Der Frauenfelder Verteidiger betont mehrfach, dass es wichtig sei, dass sie miteinander sprechen können. «Von der Tribüne aus hört man das nicht, aber wir sprechen tatsächlich auch während des Spiels miteinander. Man versucht schon das Spiel so einfach wie möglich füreinander zu gestalten».

 

Jeder für jeden

Dass alle Spieler der Mannschaft füreinander da sind, spiegelt sich nicht nur im Spiel, sondern diese Saison auch in den Resultaten. «Mir gefiel es schon letzte Saison sehr gut, hier in Langnau. Aber diese Saison haben wir einen super Spirit in der Mannschaft. Man merkt das daran, dass wirklich jeder für jeden spielt. Man opfert sich im Spiel füreinander», versucht Samuel Erni den derzeitigen Erfolg der Tigers zu erklären. 

Er kam vor zwei Jahren vom EV Zug zu den Tigers, auf der Suche nach mehr Eiszeit. «Ich bekomme hier definitiv mehr Chancen, zu spielen, als in Zug – auch mehr Verantwortung. Es gefällt mir sehr gut in Langnau, was will ich denn noch mehr?», so der Ostschweizer auf die Frage nach den Gründen für die Vertragsverlängerung. Die Zufriedenheit scheint auch dem Sportchef Marco Bayer aufgefallen zu sein, denn der vorzeitigen Vertragsverlängerung bis Ende nächste Saison mit Erni standen keine grösseren Fragen im Weg, wie Bayer erklärte: «Samuel ist ein wichtiger Eck-pfeiler in unserer Verteidigung geworden.» Auch wenn es Samuel Erni in Langnau sehr gut gefällt, so findet man ihn dennoch gelegentlich in der Zentralschweiz: «Ich habe noch eine Wohnung in Zug, und manchmal pendle ich. Weil ich schon in Zug die Schule besuchte, habe ich dort doch immer noch ein ziemlich grosses Umfeld». Aber auch in die Ostschweiz heim zu seiner Familie fährt Samuel Erni regelmässig. 

07.02.2019 :: Olivia Portmann
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