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Erster Formtest am Heimfest
Erster Formtest am Heimfest Schwingen: Am Sonntag findet in Zäziwil das Emmentalische statt – ein erster Höhepunkt für die Athleten der sechs Emmentaler Schwingklubs aus der Region der «Wochen-Zeitung».

Das lang ersehnte Comeback in Zäziwil

Stefan Gäumann

Die Schwinger des Schwingklubs Zäziwil dürften besonders motiviert in die Kranzfestsaison starten. Schliesslich findet das Emmentalische vor ihrer Haustür statt.  Im Sägemehl antreten wird auch der 22-jährige Stefan Gäumann. Er hat in seiner Karriere bereits fünf Kränze erkämpft; der letzte liegt jedoch fast drei Jahre zurück. Seit dem Eidgenössischen 2016 in Estavayer, konnte der gelernte Landmaschinenmechaniker nur zwei Wettkämpfe bestreiten. Zweimal wurde der 192 Zentimeter grosse und 114 Kilogramm schwere Musterathlet durch einen Kreuzbandriss gestoppt. «Natürlich möchte ich am Emmentalischen den Kranz herausschwingen.» Und am Eidgenössischen? «Das ist ein Fernziel. Primär ist mir wichtig, dass ich von weiteren Verletzungen verschont bleibe und eine ganze Saison durchschwingen kann.»

Zwar fehlt momentan ein Aushängeschild in Form eines Eidgenossen. Dank Athleten wie Roman Blaser, Reto Fankhauser, Adrian Gäggeler, Jonas Michel, Janick Schüpbach oder Philip Wüthrich werden aber die Zäziwiler auch in dieser Saison wiederum Grund zum Jubeln haben.

 

Der Routinier will sich genügend erholen

Thomas Sempach

Beim Schwingklub Oberdiessbach gibt der Eidgenosse Thomas Sempach den Ton an. Der gelernte Landwirt und Maurer ist klarer Teamleader und zugleich Technischer Leiter, der zehn bis zwölf Aktivschwinger. Die Kranzschwinger Michael Moser und Michael Scheuner sind zwei weitere Teamstützen. Ueli Gerber kam ebenfalls bereits zu Kranzehren. «Ich hoffe, dass wir bald weitere Neukranzer bejubeln können. Christian Kestenholz, Ueli Dummermuth oder Jakob Gerber besitzen sicher das Potenzial», lautet die Einschätzung von Thomas Sempach.

Und wie sieht es mit dem eigenen Formstand aus? «Im Winter war ich mit Arbeiten im Wald, auf dem Hof oder der Baustelle viel beschäftigt. Diese Tätigkeiten ersetzten meine Einheiten im Kraftraum. Bei den bisherigen Wettkämpfen machte sich jedoch eine gewisse Müdigkeit bemerkbar.» Daher möchte der 34-jährige Routinier – welcher im Lauf seiner Karriere bereits 97 Kränze gewinnen konnte, davon drei eidgenössische – nun vermehrt auf die Erholung achten. Kein einfaches Unterfangen bei seinem Pensum.

 

Ein klarer Leader und hoffnungsvolle Talente

Heinz Habegger

Nach dem Rücktritt von Matthias Siegenthaler, wurden die Rollen im Team neu verteilt. Der Eidgenosse blieb dem Schwingklub Trub als Technischer Leiter erhalten. «Momentan nehmen acht bis neun Aktivschwinger am Training teil. Leider schwingt Christian Blaser in dieser Saison, aus beruflichen Gründen für den Schwingklub Zürich. Er hätte das Potenzial zum Neukranzer».

Besonders erfreut zeigt sich der ehemalige Spitzenschwinger über die gute Form von Heinz Habegger. «Henä ist klar unser Leader. Es wäre schön, wenn er sich für das Eidgenössische qualifizieren und dort auch ein gutes Resultat herausschwingen könnte. Er investiert momentan viel für dieses Ziel», erklärt Matthias Siegenthaler.

Auch wenn hinter den erwähnten Athleten derzeit eine Lücke klafft, sieht Siegenthaler der Zukunft seines Klubs positiv entgegen. «Die Gebrüder Martin und Ueli Aeschlimann, Marcel Kobel und Michael Wiedmer haben schon heute das Potenzial, um in die Kränze zu schwingen. Zudem rücken in einigen Jahren sehr starke Jahrgänge aus dem eigenen Nachwuchs nach.»

 

Der neue Leader beim Schwingklub Siehen

Christian Gerber

Nach dem Rücktritt von Philipp Reusser, figuriert momentan kein Eidgenosse im Kader des Schwingklubs Siehen. Beste Aussichten, dies Ende Saison zu ändern besitzt der 28-jährige Christian Gerber aus Röthenbach. «Momentan habe ich den Trainingsaufwand zurückgeschraubt, in der nächsten Zeit möchte ich wieder mein geplantes Pensum mit zwei bis drei Schwingtrainings, sowie zwei Ausdauereinheiten absolvieren. Der Eidgenössische Kranz ist sicher eines meiner Ziele.» Das reduzierte Training hat einen guten Grund: Gerber wurde vor kurzem erstmals Vater einer Tochter und wird somit sicher besonders motiviert in die Saison starten.

Hinter dem Routinier folgen mit den Zwillingsbrüdern Fritz und Thomas Ramseier, Christian Hadorn, sowie Niklaus Wüthrich weitere bewährte Kräfte. Den jungen Dominik Gasser und Lars Zaugg wird der erste Kranzgewinn zugetraut.

 

Mit dem nächsten Schritt an die Spitze

Colin Schlüchter

Zwar fehlt unter den neun bis zehn Aktiven des Schwingklubs Langnau, momentan ein absoluter Spitzenschwinger. Nichtsdestotrotz figurieren einige Juwelen im jungen Kader, des technischen Leiters Beat Salzmann. «Colin Schlüchter kam ja bereits zu Kranzehren. Er wird in dieser Saison einer unser Anführer sein und den nächsten Schritt nach vorne machen. Daneben erhoffen wir uns, dass auch Fabian Mosimann zum Kranzschwinger aufsteigt. Unser Ziel ist es, dass sich zwei unserer Athleten für das Eidgenössische in Zug qualifizieren», sagt Beat Salzmann, welcher seinerseits am Eidgenössischen in Burgdorf einen Kranz hatte gewinnen können.

Ein Fragezeichen steht hinter dem Gesundheitszustand von Alfred Locher. Wegen Rückenbeschwerden verzichtete der 23-Jährige auf einen Grossteil der Trainings. Ein möglicher Einsatz am Emmentalischen ist somit noch unklar.

 

Zug als grosses Ziel vor Augen

Matthias Aeschbacher

Der Schwingklub Sumiswald ist zurzeit der stärkste Schwingklub im Emmental. Dies nicht nur dank der Tatsache, dass mit Damian Gehrig, sowie Patrick Schenk zwei aktuelle eidgenössische Kranzschwinger im Team zu finden sind. Philipp Gehrig, die Gebrüder Steffen, Roman Sommer oder René Berger haben in der Vergangenheit bereits viel Eichenlaub erkämpft und auch manch hochdotiertem Gegner eine Bein gestellt. Die Rolle des «Trumpf-Buur» nimmt jedoch wieder Matthias Aeschbacher ein. Der 27-jährige Maurer konnte zwar bereits 49 Kränze herausschwingen und triumphierte bei vier Kranzfesten. Eidgenössisches Eichenlaub blieb ihm bisher leider verwehrt. In Zug nimmt der beliebte Offensiv-Schwinger einen nächsten Anlauf zu diesem ersehnten Ziel. Bis es jedoch soweit ist, geht «Aeschbi» mit seinem starken Team vorerst im eigenen Teilverband auf Kranzjagd.

09.05.2019 :: René Willener
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