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Er schuf einen Treffpunkt für Oldtimerfans und Nostalgiker
Er schuf einen Treffpunkt für  Oldtimerfans und Nostalgiker Wasen:

Tausende grosse und kleine Schätze lagern in der ehemaligen Autogarage an der Dorfstrasse in Wasen. Florian Rau hat viele Ideen, wie er seine Raritäten präsentieren will.

Florian Rau begrüsst mich herzlich in seinem Eventmuseum und während wir Kaffee trinken erzählt er von seiner Tätigkeit als Sammler, Restaurator, Museumsmacher, Transportunternehmer und nun auch als Wirt. 

Er hat unlängst die Betriebsbewilligung für das Führen einer Apérowirtschaft in der ehemaligen Autowerkstatt erhalten. «Oft habe ich fast zu wenig Zeit, all meine Ideen und Tätigkeiten optimal aufeinander abzustimmen», sinniert er. Aber sichtlich mit sich zufrieden fügt er an: «Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und da lohnt es sich, einiges dafür in Kauf zu nehmen.»

Technik und Nostalgie

Auf dem Rundgang durch sein Museum bleibt der Blick immer wieder an besonderen Stücken haften; am Wurlitzer, an der alten Apotheker-Waage, am Persil-Waschpulverpäckli oder an den Kambly-Biskuitdosen. Alles Erinnerungsstücke und Gegenstände die einem vertraut sind und bei deren Betrachten Erinnerungen wach und erlebte Geschichten wieder präsent werden. Im nächsten Raum, der Werkstatt, stehen mehrere Töffli, teilweise zerlegt, einzelne in recht erbärmlichem Zustand; andere wie neu, instand gestellt und fahrtüchtig. Und da steht ein Puch Töffli X 30, genau so eines wie mein Vater im Jahr 1960 gekauft hatte und mit dem ich als Jugendlicher unterwegs war. 

Und wie wir den Lagerraum hinter der Garage betreten, schlägt das Staunen in ein Schwärmen um. Ein Eysink-Töffli, zweiplätzig; ein glänzender Jeep Golden Eagle; ein Motorboot, hergestellt von der Firma Räss in Lützelflüh (heute Rotaver); ein Töffli mit Schneeraupen und im Obergeschoss in Reih und Glied aufgestellt, Töffli an Töffli. Von vielen Exponaten weiss Florian Rau einiges zu erzählen, technisches und Sozialgeschichtliches. Und dadurch wird nicht nur die Technikgeschichte lebendig, der Betrachter erlebt immer wieder ein «Déjà- vu», fühlt sich in die alten Zeiten zurückversetzt. Genau dieses Ziel verfolgt Florian Rau. Mit der Umnutzung der ehemaligen Autowerkstatt will er die Möglichkeit schaffen, den Besuchern einen abwechslungsreichen und reizvollen Aufenthalt zu bieten. 

Keine Restaurants konkurrenzieren

Einen Museumsbesuch mit Apéro, allenfalls mit einem einfachen Essen und der Möglichkeit zu diskutieren, in alten Zeiten zu schwelgen. «Ich will kein Restaurant konkurrenzieren und habe nicht im Sinn, Biergelage zu bewirten. Ich will Oldtimer- und Kuriositätenliebhabern meine Sammlung zugänglich machen und ihnen ein spezielles Erlebnis bieten», hält er fest. Und dafür will er das bestehende Gebäude auf der Westseite erweitern, um zusätzlichen Lagerraum zu gewinnen und eine Brockenstube einzurichten. Gleichzeitig will er das bereits bestehende Café als Apérowirtschaft nutzen. 

Im Kopf hat der Ex-Banker bereits ein weiteres Gebäude, das er als Lager nutzen möchte; kein Wunder, die rund dreihundert Töffli und Fahrzeuge benötigen ihren Platz. 

10.01.2019 :: Max Sterchi
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