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Endlich eine grosse, heimelige Sporthalle
Endlich eine grosse, heimelige Sporthalle Langnau:

Strahlende Gesichter am Freitagabend in Langnau. Mit einer kleinen Feier wurde die Dreifach-Sporthalle Oberfeld offiziell eröffnet – auf die man Jahrzehnte wartete.

Es roch noch alles neu, als die ersten Besucher kurz vor der Eröffnung zögernd die neue Halle betraten. «Sie sieht riesig aus», bemerkte ein Gast und ergänzte: «Ich bin schon ein bisschen stolz darauf.» 

«In Bälde eine neue Turnhalle»

Von Stolz und Dankbarkeit handelten auch die Ansprachen der verschiedenen Referenten. Der ehemalige Gesamtschulleiter Roland Santschi blickte zum Beispiel zurück auf die Geschichte der Turnhallen in Langnau und erinnerte sich, dass ihm bereits 1975 in Bälde eine neue Turnhalle versprochen wurde. In Langnau sei es aber häufig so, dass man zuerst sehr kritisch sei, dann wäre es allen zu teuer, aber später sei man stolz auf die neue Errungenschaft.

Samuel Gäumann vom Architekturbüro Gäumann, Lüdi und Van de Ropp aus Zürich beschrieb seinerseits die Herausforderung, die alte Turnhalle mit der neuen zu verbinden. Nun sei sie gewissermassen als «Mutterhalle« mit der neuen verbunden. «Wichtig war uns auch, dass man in Langnau mit Holz baut.» Der Blick der Anwesenden fiel auf die Holzwände und Fassaden, die laut Gemeindepräsident Walter Sutter ausschliesslich aus Schweizer Holz hergestellt wurden.

Walter Sutter blickte ebenfalls auf die Höhen und Tiefs des Baus zurück (die Wochen-Zeitung berichtete). Startschuss war 2003, als Parlamentsmitglied Hans Peter Schenk eine Motion zum Bau einer Sporthalle einreichte. Dann die Kritik rund um den Projektwettbewerb; die finanziellen Probleme der Gemeinde, die vorläufig zu einem Planungsstopp führten. Schliesslich letztes Jahr der Spatenstich, aber auch die Mehraufwände, die zu einem Nachkredit führten. Ursprünglich waren 10,95 Millionen Franken budgetiert, der Nachkredit belief sich auf 1,35 Millionen Franken. «Aber auch ich bin jetzt stolz auf dieses Prunkstück», schloss Sutter.

Übergabe an Schule und Vereine

Statt ein Band zu verschneiden, wurden durch den Sachbearbeiter Liegenschaften Stefan Kipfer am Freitag symbolisch zwei Bälle übergeben. Einer an den Gesamtschulleiter Markus Brandenberger, der froh ist, dass ab Montag den Schülern mehr Sporthallenzeit zur Verfügung stünde. Er sei überhaupt begeistert über den Neubau, der von 28 Schulklassen und rund 550 Schülern wöchentlich genutzt werden könne. «Ein mutiges Projekt, das Sorge zum Alten und Mut für Neues beinhaltet.»

Den zweiten Ball erhielt Michael Brand als Vertreter der Vereine. Auf ihn wirke die Halle trotz ihrer Grösse und dem Beton heimelig, bemerkte er. Er sei sicher, dass das Kommen und Gehen der verschiedenen Vereine die neue Sporthalle beleben
werde.

17.10.2019 :: Kathrin Schneider
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