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Ein Unwort neueren Datums
Auszeit:

Die Schnelligkeit des technischen Fortschritts (Roboter, Digitalisierung und anderes) raubt uns fast den Atem und macht vielen Angst. Manches, doch beileibe nicht alles, ist dabei vom Guten. Das Gleiche ist auch im Bereich der Sprache festzustellen. Da gibt es neben positiven Entwicklungen auch die sogenannten Unwörter. Zu ihnen zähle ich den aus den USA stammenden Begriff «Alternative Fakten». Er tönt ganz harmlos, entpuppt sich aber beim genaueren Hinschauen als etwas ganz Gefährliches. Da wird nämlich die Wirklichkeit (das Faktum) so lange verbogen, bis sie sich dem eigenen Wunschdenken angepasst hat. So baut sich immer mehr eine Lügenwelt auf. Diese Schindluderei, die da mit der Sprache getrieben wird, ist pures Gift für das Leben einer Gemeinschaft und zerstört still und leise jenes Vertrauen, ohne das die Gesellschaft zerstört wird. 

Die «alternativen Fakten» sind das genaue Gegenteil von Jesu Mahnung: «Eure Rede sei ja, ja, nein, nein – alles andere ist vom Bösen.»

Leisten wir darum diesem fatalen Trend mutigen Widerstand.Orientieren wir uns als Erstes an folgendem Bibelwort: «Denn lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens; vor ihm bleibt kein Geschöpf verborgen, sondern alles liegt nackt und bloss vor den Augen dessen, dem wir
Rechenschaft schulden.»

Zum Schluss noch drei Sprichwörter, die uns beim Dienst an der Wahrheit bestärken können:

• Die in Wahrheit wandern, wandern allein. (Ch. Morgenstern)

• Willst du die Weisheit dir
erjagen, lerne Wahrheit erst
ertragen. (Sprichwort)

• Das Auge des Leidenden ist für die Wahrheit immer am meisten offen.(Pestalozzi)

• Der Irrtum wiederholt sich immerfort in der Tat. Deswegen muss man das Wahre unermüdlich in Worten wiederholen.



11.10.2018 :: Rudolf Vogel
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