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Ein Bauer auf seiner Suche nach der Liebe
Ein Bauer auf seiner Suche nach der Liebe Gemeinde Signau:

Martin S. ist Kandidat in der Sendung «Bauer, ledig, sucht…». Wird er hier seine Lebenspartnerin finden, oder wird er um eine Enttäuschung reicher werden?

Ein «Ladenhüter» ist der 35-jährige Bauer gewiss nicht! Er sieht gut aus, ist gebildet, sportlich, mit gutem Benehmen. Warum, fragt man sich, macht so ein Mann bei einer Verkupplungssendung mit? Ist es reine Abenteuerlust? «Heutzutage ist es für einen Mann nicht einfach, eine Frau für eine ernsthafte Beziehung zu finden», sagt Martin S. Gerade als Landwirt, der eng mit seiner Familie verbunden sei. 

Ein Bauer braucht eine Bäuerin

Drei Generationen leben unter dem Dach des schmucken, 200 Jahre alten Bauernhauses in der Gemeinde Signau zusammen. Das machte manchen Frauen Angst, ihre Unabhängigkeit zu verlieren. Dabei, sagt Martin S., habe so eine Wohngemeinschaft, in der man gut zusammen auskomme, auch Vorteile: Man könne sich die Arbeit teilen, die Freizeit selber wählen und sei nie einsam. Auch für die Kinder wäre immer jemand da, und wie schön die aufwachsen könnten! Und dann wäre ja noch das Stöckli, wenn man als Familie mehr Platz beanspruche. Doch das sind Träume. Martin S. ist nicht unglücklich, aber nach einigen gescheiterten Beziehungen sei da eine Leere, und ein Bauer brauche doch eine Bäuerin!

Einen Versuch wert

«Meine Schwester hat ihre Drohung wahr gemacht und mich angemeldet», sagt der junge Mann und lacht. Wobei sie es ja nur gut mit ihm meine. Die Eltern waren zuerst schockiert, weil das Fernsehen die Nase dann überall reinstecke, und: «Was werden die Leute sagen!» Aber dann entschieden sie: «Em Tinu z lieb mache mer mit.» 

Er selber ist als Techniker Maschinenbau fähig, den Maschinenpark auf dem Hof sowie sein Motorrad in Gang zu halten. Martin S. möchte dereinst den Hof übernehmen. 

Hofdame gewählt

Ob die von ihm gewählte Hofdame auch seine Bäuerin wird, ist ungewiss. Er macht sich keine übertriebenen Hoffnungen. Ein wenig Abenteuerlust spiele schon auch mit. «Die Erfahrungen können nicht schaden. Ausserdem werden sich dadurch neue Kontakte ergeben, auch ausserhalb der Sendung», ist Martin S. überzeugt. Denn junge Bauern finden ihre Braut heute nicht mehr auf dem Märit, beim Tanz oder in der Käserei – also müssen sie sich andere Möglichkeiten einfallen lassen. 

Nun ist inzwischen die erste Sendung von «Bauer, ledig, sucht...» auf «3+» am vergangenen Donnerstag in die Stuben geflimmert und wir wissen, dass Martin S. die Mexikanerin Alexa nach Hause geschickt und sich für die häusliche Melanie aus der Ostschweiz entschieden hat. Wenn sie das naturnahe, ruhige Leben schätzt, wenn sie sich mit Mensch und Tier auf dem Familienbetrieb verträgt und wenn das Gefühl der Liebe zwischen ihr und Martin aufblüht, dann gibt es ein Happy End. Die Show als Vermittlerin einsamer Herzen verzeichnet bis heute immerhin eine Erfolgsquote von 19 Hochzeiten und 23 Babys. 

 

18.07.2019 :: Gertrud Lehmann
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