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Dorfdurchtfahrt soll sicherer und gefälliger werden
Dorfdurchtfahrt soll sicherer und gefälliger werden Trubschachen:

Gestaltungselemente an den Dorfeingängen und Mehrzweckstreifen in der Strassenmitte werden künftig die Ortsdurchfahrt prägen. Auch mehr Fussgängerstreifen sind geplant.

«Für uns als Gemeinde war ein Schwerpunkt, dass die Ortsdurchfahrt insbesondere für die Schulkinder sicherer wird», sagt Theo Rüegger. Der Finanzverwalter war Mitglied in der Begleitgruppe und hat die Planung von Anfang an miterlebt. Derzeit, bis am 29. März, liegen die Pläne des Kantons für die Sanierung der Ortsdurchfahrt in der Gemeindeverwaltung Trubschachen auf. Aus dem anfänglichen Wunsch des Gemeinderats, durchs Dorf eine Tempo-30-Zone zu gestalten, sei nichts geworden, berichtet Rüegger. Dies unter anderem, weil die Kantonsstrasse durch Trubschachen als Versorgungsroute gelte, auf welcher übergrosse Transporte möglich sein müssen. Trotzdem gewinne nun das «Strassendorf» durch die Sanierung der Ortsdurchfahrt an Attraktivität – dies sowohl punkto Sicherheit als auch bezüglich Ortsbild.

Zwei Tore zum Dorf

«Bei beiden Dorfeingängen werden die Automobilisten nicht nur durch die Orts- und Tempo-50-Tafel wahrnehmen, dass sie ins Dorf einfahren. Durch Markierungen und Gestaltungselemente sollen die Eingänge wie ein Tor wirken», sagt Theo Rüegger. Dies werde zu einer Temporeduktion führen. Für die Gestaltungselemente, welche demontierbar sein müssten, sei die Gemeinde zuständig. 

Vom Helvetiaplatz – im Bereich der Käserei Götschi/Einmündung Ortbachstrasse – bis zum Gasthof Hirschen wird in der Mitte der Fahrbahn ein überfahrbarer Mehrzweckstreifen auf den Strassenbelag gemalt. «Diese Mehrzweckstreifen sollen unter anderem das Abbiegen ins Areal der Jakob AG erleichtern», erläutert Rüegger. Solche Mehrzweckstreifen sind auch in der «Bären»-Kurve, beim Bahnhofplatz und im Gebiet Kambly Erlebnis vorgesehen. Sie sind zwischen 1,5 und über 2,5 Meter breit. 

Mehr und sicherere Fussgängerstreifen

Im westlichen Teil des Dorfes ist ein dritter Fussgängerstreifen vorgesehen. Die beiden bestehenden Querungshilfen werden neu angeordnet und mit einer Mittelinsel versehen, wie auch diejenigen im Bereich Bahnhofplatz. Der Fussgängerstreifen auf der Kuppe beim Bahnübergang soll zwecks besserer Sicht leicht verschoben werden, und bei Kambly-Erlebnis ist ein neuer Fussgängerstreifen vorgesehen.

Die Bushaltestelle Unterdorf beim Dorfeingang West wird aufgehoben. «Dort steigen mit Abstand am wenigsten Passagiere ein und aus», weiss Theo Rüegger. Dafür erhält die rund 200 Meter östlich stehende Bushaltestelle Hasenlehn, welche nebst derjenigen beim Bahnhof die höchste Frequenz aufweist, ein Wartehäuschen. «Dieses wird im Gegensatz zur Sanierung der Ortsdurchfahrt nicht der Kanton, sondern die Gemeinde finanzieren», hält Rüegger fest.

Wohl nicht von allen mit Begeisterung aufgenommen würde das Auf-heben von sechs gemeindeeigenen Parkfeldern beim Helvetiaplatz. Die Einmündung des Brüggmätteliweges in die Kantonsstrasse werde künftig über die Ortbachstrasse führen, was die Verkehrssicherheit erhöhe, weiss Rüegger. Der Platz soll gestalterisch aufgewertet werden.

 

Grosse Anpassungen in «Bären»-Kurve

Einschneidende Massnahmen sind in der «Bären»-Kurve bei der Abzweigung nach Trub vorgesehen. «Dort werden nebst dem Mehrzweckstreifen Poller gestellt; die bisher «schleifende Ausfahrt» von der Trubstrasse her (links im Bild) soll übersichtlicher und sicherer werden. «Die Kantonsstrasse wird dort breiter, so dass im Gegensatz zu heute zwei Lastwagen kreuzen können», führt Rüegger aus. Anstelle des Fussgängerstreifens vor dem «Bären» werden dort zur Verkehrsberuhigung die Strasse und das Trottoir gepflästert. Pflästerungen von Trottoirs und Hausvorplätzen sind übrigens an mehreren Stellen geplant, so auch vor dem «Hirschen», dem Himmelhaus und dem ehemaligen Schuhgeschäft Jakob. «Diese Pflästerungen, welche die Denkmalpflege angeregt hat, erinnern einerseits an frühere Zeiten und tragen andererseits zur Attraktivität des Ortsbildes bei», ist Theo Rüegger überzeugt. Vor dem Mauerhoferhaus soll zudem die Leitplanke entfernt, dafür das Trottoir höher gelegt werden.

Ebenfalls zur Verkehrssicherheit beitragen sollen unter anderem die Sanierung der Einmündung Risisegg-strasse, die Waldrodung im östlichen Dorfeingang und die dadurch resultierende breitere Einspurstrecke zum Parkplatz Kambly-Erlebnis. 

Es wird andere Projekte nachziehen

Nebst diesen sichtbaren Eingriffen wird der Kanton durchs ganze Dorf «substanzerhaltende Massnahmen» ausführen. Das sind etwa neue Beläge und Randsteine. Insgesamt ist das Projekt auf 6,1 Millionen Franken veranschlagt. Laut Theo Rüegger kann im besten Fall bereits nächstes Jahr mit Arbeiten bei der Dorfeinfahrt Ost begonnen werden.

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt werde auch Projekte der Gemeinde nach sich ziehen, weiss Rüegger. So würden beispielsweise Werkleitungen saniert und das Hasenlehngräbli vom Hasenlehnwald  bis kurz vor die Käserei Götschi freigelegt. Für die Sanierung der Wasserleitungen rechnet die Gemeinde mit Kosten von 1,4 Millionen und die Sanierung des Hasenlehngräbli werde die Schwellengemeinde 1,8 Millionen Franken kosten, sagt der Finanzverwalter. Der Zeitplan für diese Vorhaben müsse mit dem Kanton abgestimmt werden.  

07.03.2019 :: Jakob Hofstetter
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