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Dini Seel ä chly bambälä la

Sie ist da – die Ferienzeit. Schulen ruhen wieder für eine Zeit! Menschen reisen in die weite Welt und suchen neue Erlebnisse. Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit, ein oder zwei Wochen in den Sommerlagern zu verbringen. Andere fliegen in die Ferne, lernen neue Kulturen, Völker und Länder kennen. Wieder andere erholen sich in der näheren Umgebung. Wie dies auch immer ist: Erholung, Pause einschalten, hinunterfahren, vielleicht auch einmal den Blickwinkel wechseln, all das macht unser Leben nicht nur reicher, sondern es weitet auch unseren Horizont. Und dennoch bin ich mir nicht ganz sicher, ob Ferien tatsächlich immer «nur» Erholung bedeuten. Ob lange Autofahrten und viele Flugstunden nicht hin und wieder mühsam und anstrengend sind? Ich möchte nicht urteilen, sondern mich ein wenig auf das Lied des Entlebuchers Ruedi Bieri konzentrieren. Da gibt es eine dritte Strophe, in der es heisst: «Chaisch z’Läbe nid uf Vorschuss ha, dies Ührli mag der immer nah, drum nimm dir Zyt und läb doch hüt, dis letschti Hömli, ja das het kei Sack.» Das ist für mich eine sehr wohltuende Aussage, die für jeden Menschen stimmt – ob reich oder arm, gleich welcher Hautfarbe oder welcher inneren Einstellung. Es tut gut, dies wieder einmal in den Vordergrund zu stellen. Es ist sicher gut, dass wir diesen Gedanken auch mit in die Ferien nehmen. Das braucht nicht viel Platz im Gepäck, ist leicht, sich dies zu merken und weist vor allem in die Zukunft. Der Refrain des Liedes von Ruedi Bieri möchte ich uns allen ans Herz legen: «Drum muesch dini Seel ä chly la bambälä la, dier öppis gönne und chli Freud am Läbe ha ….. d’Seel ä chly la bambälä la, das mues jetzt sy.» Wagen Sie es doch trotz allem, diesem Lied in den kommenden Tagen Raum und Zeit zu geben.

18.07.2019 :: Jakob Zemp, Wallfahrtspriester, Heiligkreu im Entlebuch, Schüpfheim
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