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Die WK-Paletten AG will ihr Areal um zwei Parzellen erweitern
Die WK-Paletten AG will ihr Areal  um zwei Parzellen erweitern Schüpbach: Die WK-Paletten AG will ihr Firmenareal erweitern. Dafür sollen 8500 Quadratmeter von der Landwirtschafts- in die Arbeitszone umgewandelt werden. Anwohner äussern Kritik.

Die Mitwirkung zur Zonenplanänderung WK-Paletten läuft noch bis am 18. Mai. Dann wird der Gemeinderat Signau über die Vorlage befinden und das Papier anschliessend zur Vorprüfung an die kantonalen Stellen weiterleiten. Gemäss dem im Erläuterungsbericht aufgelisteten Zeitplan soll Mitte September die öffentliche Auflage stattfinden. 

Um was gehts bei der geplanten Umzonung? Die Idee ist, zwei Parzellen Landwirtschaftsland mit einer Fläche von gut 8500 Quadratmetern, welche unmittelbar an das Areal der WK-Paletten AG grenzen, künftig als Arbeitszone auszuscheiden. «Wir brauchen dringend mehr Platz, um unserer Produkte, vorwiegend Paletten, lagern zu können. Unsere Kunden wollen heute bestellen und morgen abholen. Deshalb müssen wir mehr Produkte an Lager haben», erklärt Thomas Lanz, Geschäftsführer der WK-Paletten AG auf Anfrage. 

Grosse Lagerhalle und Nasslager

Gemäss einem Vorprojekt ist auf dem zusätzlichen Areal im Schüpbachschachen, unmittelbar neben der Emme gelegen, eine Lagerhalle mit den Massen 51 mal 76 Meter vorgesehen. Wie der Geschäftsführer ausführt, soll die Halle ähnlich gestaltet werden wie die bisherigen. Neben dem Gebäude will die WK-Paletten AG ein so genanntes Nasslager realisieren. «Dort werden die Holzbretter gelagert, weil wir diese vor der Verarbeitung noch trocknen lassen müssen. Dies draussen zu machen, ist effizient und ökologisch», erklärt Thomas Lanz, welcher betont, dass es sich bei den Plänen erst um ein Vorprojekt handle. «Wir werden in einem zweiten Schritt noch detailliert prüfen, wie das Lager logistisch am besten eingerichtet werden kann, damit wir effizient arbeiten können.» Das Ziel laute nun erst einmal, das Areal, für das die WK-Paletten AG seit 2018 ein Kaufrecht besitzt, in eine Arbeitszone umwandeln zu können. Thomas Lanz weiss, dass seine Pläne nicht nur auf Gegenliebe stossen. Er hofft aber, dass die Umzonung möglichst rasch vollzogen werden kann, damit sich die Firma entwickeln kann, um im harten Wettbewerb bestehen zu können. 

Wenig Abstand und viele Ausnahmen

Hans Peter Blaser gehört zu jenen, die mit der Einzonung, so wie sie nun zur Mitwirkung aufliegt, nicht einverstanden ist. «So wie das geplant ist, würde die Grundstückgrenze drei Meter hinter unserem Haus verlaufen und vier Meter weiter hinten ist diese riesige Halle geplant», erklärt der Bewohner des einstigen Bauernhauses im Schüpbachschachen. «Wir fordern ganz klar einen grösseren Grenzabstand. Auch wäre es sicher möglich, die Halle anders anzuordnen.» Blaser berichtet weiter, dass er der WK-Paletten AG einen Landabtausch angeboten habe, damit die Fläche, welche heute die Form eines L aufweist, rechteckig würde. «Das Unternehmen ist aber nicht auf das Angebot eingegangen», erklärt Blaser und fügt an, dass die WK-Paletten AG mehr Land hätte abtreten müssen als er. Thomas Lanz spricht diesbezüglich von einem wirtschaftlich unannehmbaren Angebot, ohne weiter ins Detail gehen zu wollen. 

Blaser bemängelt weiter, dass für die Einzonung und die geplanten Bauten mehrere Ausnahmen nötig seien. «Sowohl der Waldabstand wie auch der Abstand zur Emme und zur Strasse ist meiner Meinung nach ungenügend», ist der Anwohner überzeugt.

Baureglement anpassen

Was nach der erfolgten Umzonung auf der Fläche erstellt werden kann, muss im Baureglement definiert werden. Dieses wird derzeit, wie in vielen anderen Gemeinden auch, überarbeitet, weil im Kanton Bern einheitliche Begriffe und Messweisen einführt werden. Im Fall der Umzonung «WK-Paletten» führt dies zu weiteren Unsicherheiten. So ist im revidierten Reglement nicht mehr von einer Gewerbezone «G12» die Rede, sondern von einer «Arbeitszone». Im heute gültigen Baureglement war die maximale Gebäudehöhe klipp und klar mit «12 Meter» angegeben. Im Entwurf für das künftige Baureglement sucht man den Begriff Gebäudehöhe vergebens. «Fassadenhöhe traufseitig» ist dort zu lesen, und schräg versetzt steht «13». 

Klar geregelt ist, dass der so genannt kleine Abstand die Hälfte der traufseitigen Fassadenhöhe betragen muss. Auf den Plänen der WK-Paletten AG ist ein Abstand von vier Metern eingezeichnet. Demnach darf die Fassade maximal acht Meter hoch werden. Gemeindeschreiber Rudolf Wolf erklärt auf Anfrage, dass sich gemäss der beigezogenen Fachleute die reelen Masse nicht ändern werden. «Weil aber anders gemessen wird, können die Zahlen auch ändern.»

16.05.2019 :: Bruno Zürcher
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