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Die Schule Region Zäziwil wird umgesetzt
Die Schule Region Zäziwil wird umgesetzt Zäziwil:

Die Schule Region Zäziwil ist beschlossene Sache. Nach den Oberhünigern stimmten an der Gemeindeversammlung auch die Zäzwiler einem Zusammenschluss beider Schulen zu.

Zahlreich wie selten an einer Gemeindeversammlung strömten die Menschen in die Mehrzweckhalle Zäziwil. Gegner und Befürworter des Schulprojekts warteten gespannt auf Punkt 2 auf der Traktandenliste. Zuerst jedoch waren die vier anwesenden Jungbürgerinnen und Jungbürger an der Reihe. Erstmals fand ihre Feier nicht am 1. August statt, weil in den letzten Jahren weniger junge Erwachsene daran teilgenommen hatten.  

Dass man Fleiss und Ausdauer braucht, um ein Ziel zu erreichen, bewies die Projektgruppe Schule Region Zäziwil. Zwei Jahre lang haben zuerst die Oberhüniger, später zusätzlich die Zäziwiler Behörden die notwendigen Schritte für einen Schulzusammenschluss ausgearbeitet. 

Gewinn für beide Seiten

Ressortchefin Marianne Gerber fasste die wichtigsten Einzelheiten -zusammen: In Oberhünigen würden die Schülerzahlen sinken, wodurch die Schule geschlossen werden müsste. In Zäziwil würden wegen der geplanten und bereits erstellten Neubauten zukünftig mehr Schüler erwartet. Doch im Schulhaus fehle der Platz. «Eine gemeinsame Schule mit Sitz und Verwaltung in Zäziwil erlaubt unter anderem eine optimale Ausnutzung des verfügbaren Schulraums», erläuterte sie. Somit soll die Unterstufe bis und mit der sechsten Klasse ab dem Schuljahr 2019/2020 in Zäziwil, die Oberstufe in Oberhünigen unterrichtet werden. Die Sekundarschüler gehen weiterhin nach Grosshöchstetten. 

Für die Oberhüniger sei diese Lösung die einzige Möglichkeit, ihr Schulhaus weiterhin als solches zu nutzen, sagte Marianne Gerber. Den Zäziwilern verschaffe das Projekt kurzfristig Luft, bis klar sei, wie sich die Schülerzahlen entwickelten. «Auf diese Weise kann die Gemeinde die Raumplanung zielgerichteter in Angriff nehmen. Es ist also eine Win-Win-Situation», so Gerber.

Schulweg ist zumutbar

Einige Eltern kritisierten im Vorfeld den fehlenden Schulbus für die Oberschüler. Marianne Gerber betonte, dass den Verantwortlichen die Sicherheit auf dem Schulweg sehr wichtig sei. Doch für Jugendliche ab der siebten Klasse sei der Weg von knapp drei Kilometern auch unter Berücksichtigung der Höhenmeter als zumutbar deklariert worden. 

Bei der Abstimmung waren die Befürworterinnen und Befürworter in der Mehrheit: Deutlich angenommen wurde die Teilrevision des Organisationsreglements. Fast ebenso deutlich sagten die Stimmenden Ja zu den jährlichen Ausgaben für den Schulbus (70’000 Franken je Gemeinde) und der Miete von Schulräumen in Oberhünigen (80’000 Franken). Der Gemeinderat erarbeitet nun das neue Bildungsreglement und den Zusammenarbeitsvertrag.

Überbauung Zäzibach

An der Gemeindeversammlung stellte Ressortchef Christoph Iseli auch die geplante Überbauung Zäzibach vor. Acht Wohneinheiten sollen oberhalb des ehemaligen Velogeschäfts Bieri errichtet werden. Ebenfalls Thema war die neue Homepage der Gemeinde, welche ab dem 17. Januar aufgeschaltet wird. 

Das Budget 2019 sieht im Allgemeinen Haushalt einen Aufwandüberschuss von 108’000 Franken vor, dies bei einem Aufwand von 5,13 Millionen Franken. Dieser Verlust kann vollständig durch den Bilanzüberschuss getragen werden. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 800’000 Franken.

20.12.2018 :: Rebekka Schüpbach
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