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«Die Saison ist noch lang»
«Die Saison ist noch lang» SCL Tigers:

«Ich bin nicht ein Spieler, der in der Garderobe viel sagt, aber ich weiss, was ich zu tun habe», sagt der gebürtige Lausanner über sich. So ruhig und überlegt der 24-jährige Stürmer in Persona scheint, so kräftig und stürmisch ist er auf dem Eis. «Teamspirit, Schnelligkeit und die Checks sind die drei wichtigsten Sachen für mich im Eishockey».

Der 24-jährige Nolan Diem wechselte auf diese Saison hin, von Zug zu den Tigers und ist der einzige Schweizer Stürmer in Langnau mit einem Zwei-Jahres-Vertrag. Obwohl Diem nicht gerade mit Skorerpunkten auftrumpfen kann, gibt es eine Statistik, in welcher er im NLA-weiten Vergleich ganz vorne mitspielt. 

 

Gute Nerven beim Bully

Nolan Diem gewann bisher aussergewöhnlich viele Bullys für die Tigers. Von allen 57 NL-Spielern, welche bisher mindestens 50 Bullys absolviert haben, figuriert der 24-jährige mit 59,5 Prozent gewonnenen Anspielen auf Rang fünf. Der Welsche stand bereits 131 Mal während den 14 bisher gespielten Spielen Angesicht zu Angesicht mit dem gegnerischen Spieler am Punkt. Nur zwei andere Tigers-Spieler waren in mehr Bullys am Zug: Aaron Gagnon 169 Mal, gewann aber davon nur 44% und Anton Gustafsson spielte in 162 Zweikämpfen um den Puck, gewann aber nur gerade in der Hälfte der Fälle. Der Stürmer Diem war in fast 60% aller Bullys erfolgreich. «Ich bin definitiv kein Statistik-Mensch», lacht der sympathische Lausanner mit den strahlend blauen Augen. «Natürlich bin ich stolz, wenn ich ein Bully gewinnen kann, viel wichtiger ist aber, dass wir das ganze Spiel gewinnen können». Und dennoch: Das mit dem Bully zieht sich bei Nolan Diem durch. Sagte er doch in einem früheren Interview, sein Vorbild sei Reto von Arx, weil dieser so gut im Bully-Gewinnen sei. 

 

Super Feeling und Bescheidenheit

«Ab und zu trainieren wir schon zu zweit Anspielsituationen». Der Coach Heinz Ehlers wisse genau, was für die Spieler gut sei: «sein Trainingsstil ist schon etwas anders, aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und finde Ehlers einen guten Trainer. Er weiss genau, wie er die Jungs anpacken muss». Und so wie es derzeit aussieht, scheint es tatsächlich die richtige Kombi-
nation zu sein. «Klar wissen wir, dass wir gut positioniert sind, aber die Saison ist noch lang und wir müssen noch viele Punkte holen». Das wiederholt Nolan Diem wie ein Tantra, nur nicht zu früh freuen, die Saison ist noch lang. Aber die Euphorie scheint trotz ausgewogenem Team-Spirit und eingeflösster Bescheidenheit schon auch auf die Leistungen der einzelnen Spieler überzuschwappen, gibt Diem zu: «Wir haben ein super Feeling in der Mannschaft. Klar ist das toll für jeden einzelnen, für mich ist es einfach wichtig, jedes Spiel zu gewinnen, egal gegen wen wir spielen». Während der Welsche, der übrigens super gut Schweizerdeutsch spricht, die Floskel aller Hockeyspieler sagt, muss er kurz lächeln, stockt und meint dann: «gegen Zug ist es immer noch ein bisschen speziell zu spielen, weil ich dort so viele Leute kenne». Aber ob er oder jemand anderes weitere Assist- und Skorerpunkte für die Statistik holt, ist dem Stürmer mit der Nr. 93 gänzlich egal, Hauptsache das Spiel wird gewonnen. 

01.11.2018 :: Olivia Portmann
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