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Die Polizei wird mehr kosten
Langnau:

Per Neujahr tritt das neue Polizeigesetz in Kraft. Die Gemeinde will für die Leistungen an den Eishockeyspielen mit der Kantonspolizei einen Ressourcenvertrag abschliessen.

Gemeindepräsident Walter Sutter orientierte die Mitglieder des Grossen Gemeinderats über den Stand der Dinge in Sachen Polizeigesetz. Der Kanton habe beschlossen, dass das Gesetz per 1. Januar in Kraft treten soll. Weil die Gemeinde Langnau mit den SCL Tigers einen Sportklub hat, welcher pro Jahr um die 1800 Mannstunden der Polizei generiert, möchte der Gemeinderat mit der Kantonspolizei einen so genannten Ressourcenvertrag abschliessen. Dieser soll die Abgeltung «zusätzlicher Dienstleistungen» der Kantonspolizei regeln. Solche Vereinbarungen haben auch Städte wie Bern oder Burgdorf abgeschlossen. «Diese Verträge stützen sich aber noch auf das alte Gesetz», berichtete Sutter. «Wir sind die ersten, die einen Vertrag nach dem neuen Gesetz wollen und das Problem ist, dass die Verordnung zum Gesetz noch gar nicht ausgearbeitet ist.» Für Sutter ist demnach klar, dass die Vereinbarung nicht mehr vor Neujahr wird unterzeichnet werden können. Es hätten schon mehrere Besprechung stattgefunden, berichtete Walter Sutter. «Wahrscheinlich wird der Grosse Gemeinderat den Vertrag kommenden Sommer beraten können.»

Teure Polizeieinsätze

Um überhaupt einen solchen Vertrag mit der Kantonspolizei abschliessen zu können, sind jährlich mindestens 2880 zusätzliche Einsatzstunden der Polizei nötig. Dies entspreche dem Pensum von zwei Polizisten, erklärte Walter Sutter weiter. Nebst den rund 1800 Stunden rund um die Eishockeyspiele würden der Gemeinde Langnau noch rund 1000 Stunden zur Verfügung stehen. Weil Langnau selber nicht so viele zusätzliche Polizeistunden benötigt, hat sie umliegende Gemeinden angefragt, ob Interesse bestehe. Wie Sutter informierte, werden sich nebst Langnau 14 Gemeinden aus dem Emmental die restlichen 1000 Einsatzstunden der Kantonspolizei teilen. Die Kosten werden unter den Gemeinden nach deren Grösse und der Einwohnerzahl aufgeteilt. 

Die 2880 Stunden kosten rund 300’000 Franken. Den Löwenanteil wird die SCL Tigers AG zu tragen haben, den Rest die 15 Gemeinden. Die Gemeinde Langnau ihrerseits unterstützt den Hockeyklub für die Einsätze der Polizei, der Feuerwehr und des Werkhofs künftig  mit jährlich 65’000 Franken.

22.08.2019 :: zue.
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