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Die Marschrichtung der Ladies ist klar
Die Marschrichtung der Ladies ist klar Eishockey, SWHL-B:

Teil 1 der Brandis-Ladies-Erfolgsgeschichte ist geschafft, der schwierigere Teil steht noch aus: Die Ligaqualifikation um den Aufstieg in die höchste Spielklasse.

Der Jubel war gross und berechtigt: Nach dem verdienten Finalsieg gegen Bassersdorf posieren die Brandis Ladies mit Pokal und Medaillen und feiern ihren dritten B-Meistertitel in den letzten fünf Jahren. Mit grossen Ambitionen in die Meisterschaft gestartet, präsentierten sich die Brandis Ladies nach einem zweiten Rang in der Qualifikation just im richtigen Moment in Bestform und spielten sich mit sechs Playoff-Siegen (Kreuzlingen, Langenthal und Bassersdorf) zum Titel. Die Reise geht allerdings noch weiter: Der B-Meister darf sich in der drei Spiele umfassenden Ligaqualifikation mit dem Letzten der SWHL A messen und sich für einen Aufstieg in die oberste Spielklasse empfehlen. Die Dramaturgie der Meisterschaften in A und B beschert den Emmentalerinnen ausgerechnet jenen Club als Gegner, mit dem man zu Beginn dieser Saison eine Partnerschaft vereinbart hat: Bomo Thun. Brandis Ladies-Präsidentin Anita Rohrer: «Es ist für alle Beteiligten keine einfache Aufgabe, eines der beiden Partner-Teams wird in den sauren Apfel beissen müssen.» Wichtig sei jedoch in erster Linie, dass «eines der beiden Berner Teams aus der Region auch in Zukunft in der obersten Spielklasse vertreten sein wird.» Das sei für beide Clubs von allem Anfang an die entscheidende Maxime in den Partnerschafts-Gesprächen gewesen. Man habe sich «sehr viel vorgenommen, aber leider nur wenig umsetzen können. Wir müssen uns nach der Saison zusammensetzen und die weiteren Schritte besprechen.»

 

Brisantes Duell

Die Ausgangslage für den Showdown ist offen: Brandis kann die Form aus den Playoffs mitnehmen. Die Spielerinnen von Trainer Mathias Leuenberger sind in einem mentalen Hoch und wissen, wie man enge Spiele gewinnt. Zudem haben die Emmentalerinnen Bomo im November im Cup bereits einmal klar bezwungen. Inzwischen hat sich bei den Thunerinnen einiges verändert: die ex-Nationalspielerin Tess Allemann, während Jahren eine der besten Thunerinnen, hat das Team nach internen Wirren verlassen. Ihr Vater Bruno Allemann hat gleichzeitig sein Traineramt zur Verfügung gestellt, seither leiten der ehemalige SCB- und Gottéron-Spieler Peter Brand aus Boll und Assistent Daniel Ingold die Mannschaft. Sie haben allerdings den Negativtrend der Thunerinnen nicht auffangen können: Bomo hat vier der letzten fünf Partien verloren, darunter dreimal gegen Weinfelden in den Playouts der SWHL A. Offen ist auch, ob sich Bomo nach dieser Enttäuschung noch einmal mental auffangen kann. Mit der Röthenbacher National-Torhüterin Saskia Maurer hat Bomo allerdings einen Trumpf in der Hand, der bisher jedoch auch nicht gestochen hat. 

Brisant ist das Duell auch für einige Spielerinnen, die eine Vergangenheit im jeweils andern Team haben: Etwa für die 35-jährige Tschechin Petra Melicherikova, die vier Jahre in Thun gespielt hat, oder für Emma und Lina Ingold, die beide bei Brandis ins Frauenhockey eingestiegen sind. Und spätestens seit dem Cup-Duell weiss man, dass in diesem Derby auch mal die Emotionen hoch kommen können. Für Spannung ist also gesorgt.

 

Was wenn …?

Für die Brandis Ladies ist klar: «Wir wollen aufsteigen», sagt Anita Rohrer. Sie sagt auch ohne Umschweife, dass ein Aufstieg «eine echte Herausforderung wäre. Sowohl sportlich wie auch menschlich.» Denn es ist kein Geheimnis, dass Brandis sein Team wird umbauen müssen, um in der SWHL A mitzuhalten. Rohrers Idealvorstellung wäre es, einen ganzen Block – inklu-sive Ausländerinnen – neu zu verpflichten, «sicher aber werden es mindestens drei Spielerinnen sein müssen.»

Die Dreier-Serie um den letzten Platz in der SWHL A beginnt 16. März mit einem Heimspiel für die Brandis Ladies. 

07.03.2019 :: Daniel Monin
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