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Die Hochzeitspläne werden durchkreuzt
Die Hochzeitspläne werden durchkreuzt Signau:

Gestern feierte die Theatergruppe Signau Premiere mit ihrem neuen Stück. Die Komödie «Guet Nacht Frau Seeholzer» ist allerdings gar nicht zum Einschlafen.

«Du bekommst nichts zu Weihnachten. Wir sind an keiner Brockenstube vorbeigekommen», necken die Schwestern Jacqueline und Denise Steiger (Jacqueline Schüpbach, Christa Lüthi) ihren Bruder Nick (Timo Kobel). Schwer beladen und geschafft kehren sie vom Weihnachtsshopping heim. Nicht nur das Christfest steht an, sondern auch Jacquelines Hochzeit mit Lukas Zumstein (Vinzenz Haldimann) am Dreikönigstag. Vorfreudige Geschäftigkeit erfüllt die ganze Familie. Bei Mutter Edith (Santina Griessen) liegen sogar etwas die Nerven blank. Dann klingelt es, obwohl niemand erwartet wird. 

Die selbsternannte Prophetin

Eine Frau Seeholzer (Margrith Gerber) aus Finsterhennen im Seeland rauscht in die Wohnstube und erzählt, sie habe einen Traum gehabt. Darin sei klar herausgekommen, dass Jac-
queline und Lukas nicht heiraten dürften. Doch wenn dem so wäre, würden gar manche Pläne nicht mehr aufgehen. Vor allem bei den Vätern der Brautleute, Heiri Steiger (Konrad Althaus) und Stefan Zumstein (Hansruedi Wälti). Denn die beiden wollen ihre Firmen fusionieren. Mit einem psychischen Kraftakt stemmen sich alle gegen die Prophezeiungen der Frau aus dem Seeland und schütteln sie immer wieder ab mit «Guet Nacht Frau Seeholzer». Doch Putzfrau Anni (Margrith Leiser) hat an der Haustür ihre liebe Mühe, denn die selbsternannte Prophetin kommt zurück wie ein Bumerang. Als der Amerikaner Roger Hobbs (Ruedi Althaus) auftaucht, wird’s gefährlich.

Mundart-Komödie mit Tiefgang

Die Komödie von Schauspieler und Autor Arthur Lovegrove «Gute Nacht Mrs. Sunshine» aus dem Jahr 1964 hat schon viele Bühnen und ihr Publikum magisch angezogen. So auch die Theatergruppe Signau mit Regisseurin Barbara Bircher, die das Stück in Mundart aufs Emmental zugeschnitten hat. Menschen machen Pläne, alle spielen mit – ja, wenn da nicht von aussen jemand käme und alles umschmeissen würde. Frau Seeholzer taucht auf, wie das personifizierte, kollektive schlechte Gewissen, und sie streut mit leichtem Händchen Salz in die Wunden. Das Publikum darf sich auf einen spannenden Theaterabend gefasst machen, der bei den Schauspielenden ohne grosse Requisitenschlacht ihr grosses Können zutage fördert.

 

 

Aufführungsdaten im Saal des Restaurants Bahnhof, Signau: 18., 19., 20., 22., 23., 25., 26., 27., 29., 30., 31. Oktober und 1., 2. November. Beginn: 20.00 Uhr, sonntags 17.00 Uhr.

17.10.2019 :: Christina Burghagen
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