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«Die Aufhebung des Kredits ist kein Freipass für einen Neubau»
«Die Aufhebung des Kredits ist kein Freipass für einen Neubau» Langnau:

Der Boden des Feuerwehrmagazins konnte fürs erste stabilisiert werden. Wie es aber weitergeht, ist unklar. Möglich ist auch ein Neubau oder gar ein neuer Standort.

Das Gemeindeparlament hatte im Dezember 2018 einen Kredit über 450’000 Franken beschlossen, um den Boden im Feuerwehrmagazin zu ersetzen. Am Montagabend hat nun dasselbe Gremium den bewilligten Kredit einstimmig wieder aufgehoben – auf Antrag des Gemeinderats. Das Geld reiche schlicht nicht, hielt Gemeinderat Beat Gerber kurz und bündig fest. Die eingeholten Offerten hätten die Kostenschätzung um rund 120’000 Franken überstiegen. «Wir haben dann versucht, dies und das zu streichen, um die Kosten zu senken», führte Gerber weiter aus. Vergeblich.

 Schliesslich hat der Gemeinderat entschieden, vorläufig auf die umfassende Sanierung zu verzichten und die marode Betondecke, auf der die schweren Fahrzeuge des Löschzuges Langnau stehen, provisorisch mit Stützen zu sichern. Diese Arbeiten hätten 25’000 Franken gekostet, orientierte Gerber. 

Zuerst den Raumbedarf eruieren  

Wie geht es weiter? Es sei ein Ausschuss gegründet worden, welcher die Planung an die Hand nehme, sagte Beat Gerber weiter. Mitarbeiten würden nebst Vertretern der Feuerwehr auch solche des Zivilschutzes wie auch des regionalen Führungsorgans. «Es macht Sinn, wenn diese drei Organisationen am selben Ort einquartiert sind», hielt der Ressortleiter Bauwesen fest. Aktuell werde der Raumbedarf eruiert. Dann werde entschieden, wo das Gebäude für die genannten Organisationen erstellt werden soll. «Erste Priorität hat der bisherige Standort an der Hinterdorfstrasse 31», sagte Beat Gerber. 

Doch eine Sanierung prüfen 

«Wenn der Grosse Gemeinderat nun den im Dezember genehmigten Kredit aufhebt, ist das kein Freipass für einen Neubau des Feuerwehrmagazins», mahnte Martin Lehmann von der SP. Damals seien dem Gemeindeparlament drei Varianten vorgelegt worden: für 200’000 Franken den schadhaften Teil der Betondecke erneuern; für 400’000 Franken den gesamten Boden neu betonieren (was dann beschlossen wurde) oder für fünf bis sechs Millionen Franken ein komplett neues Magazin erstellen. «Damals wurde uns auch erklärt, dass der Standort und das Volumen des Feuerwehrmagazins ideal seien», berichtete Lehmann weiter. «Und plötzlich ist nur noch von einem Neubau die Rede.» Angesichts der Tatsache, dass ein Neubau mehrere Millionen Franken kosten würde, sei es sicher sinnvoll, auch eine weiterreichende Sanierung des Gebäudes zu prüfen, hielt der SP-Parlamentarier fest.

22.08.2019 :: Bruno Zürcher
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