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DiDo: «Jedes Spiel ist ein Spiel 7»
DiDo: «Jedes Spiel ist ein Spiel 7» SCL Tigers:

Der Topskorer und Antreiber der SCL Tigers, Chris DiDomenico, liebt Eishockey über alles und er liebt es,
möglichst viel zu spielen. Er hofft auch auf Extrapunkte gegen Spitzenteams.

Chris DiDomenico lässt sich durch die beiden 3:2-Siege nach Verlängerung gegen Fribourg nicht den Kopf verdrehen. «Die Playoffteilnahme ist 16 Runden vor Schluss der Qualifikation zwar noch möglich», sagt der Kanadier. «Doch das ist Theorie. Realistischer ist, dass wir in den verbleibenden Spielen der Qualifikation um jeden Preis versuchen, uns für die Platzierungsrunde der vier letztklassierten Teams eine möglichst gute Ausgangslage zu erkämpfen.» Um dieses Zwischenziel zu erreichen, müssen die SCL Tigers vorerst einmal ihren Rückstand auf Platz 9 und 10 reduzieren. Sie benötigen dazu nicht nur Punkte aus den Direktbegegnungen mit den am Strichkampf beteiligten Mannschaften, «sondern», wie DiDomenico klarstellt, «auch den einen oder andern Extrapunkt gegen Spitzenteams.»

Alles-oder-nichts-Spiele
Der Topskorer ist überzeugt, dass dies auch möglich ist, allerdings nur unter einer Voraussetzung: «Wir müssen in jedem Spiel so auftreten, als wäre es das alles entscheidende Spiel 7 einer Best-of-7-Serie. Alles oder nichts, so wie zuletzt gegen Fribourg. Nicht besonders gut gespielt, aber dank dem Siegeswillen doch zweimal gewonnen.» Chris DiDomenico ist «heiss», vielleicht «heisser» als je zuvor in seiner Zeit bei den SCL Tigers. Am Spenglercupturnier mit dem Triumph der kanadischen Auswahl ist sein «Motor» wieder auf Touren gekommen. Beim Gespräch in Langnau tragen er und seine Freundin Paula noch immer voller Stolz den Steppmantel der Mannschaft mit dem aufgestickten Ahornblatt. Am 24. Dezember versammelten sich die kanadischen Spieler in Davos, begleitet von ihren Ehefrauen, Freundinnen, Kindern und zum Teil auch Eltern. Gemeinsam feierten sie Weihnachten und nach dem Turniergewinn auch noch Silvester und Neujahr. «Du bist in Davos und fühlst Dich wie zuhause in Kanada», erzählt Chris DiDomenico mit glänzenden Augen. «Wir waren eine einzige, riesige Familie. Dieser einzigartige Zusammenhalt ist der Grund, weshalb wir so stolz sind, mit dem Ahornblatt auf dem Leibchen für unser Heimatland zu kämpfen.» Chris DiDomenico hat innerhalb von 13 Tagen acht Spiele in ausverkauften Stadien bestritten, vor und nach den vier Spenglercup-Einsätzen auch vier Matches mit den Langnauern. Über die Erfolgsbilanz staunt auch er ein wenig: Sieben Siege und eine Niederlage nach Verlängerung. «Klar waren das anstrengende Tage. Aber andererseits macht das auch richtig Spass. Um genau solche Momente erleben zu können, bereiten wir uns doch im Sommer vor und trainieren während der Saison. Und wenn man gewinnt, wird man immer ‹hungriger› und spürt die schweren Beine umso weniger.»

Charakter in schwierigen Momenten

Chris DiDomenico machte in dieser Meisterschaft aber auch schon eine frustrierende Phase durch: von Mitte Oktober bis Mitte Dezember versuchte er in elf Spielen vergeblich, ein Tor zu erzielen. Dass er in dieser Zeit wegen einer Handverletzung handicapiert war, akzeptiert er nicht als Ausrede: «Wenn ich dem Coach sage, dass ich spielen kann, dann spiele ich auch. Ohne wenn und aber. Hoch und Tiefs wechseln sich in jeder Sportart ab. Bist Du mal unten, dann musst du dich wieder hoch kämpfen. In solchen Situationen kann man zeigen, was für einen Charakter man hat.»
07.01.2016 :: W. Haller
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