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DiDo – das Laufwerk, das nie still steht
DiDo – das Laufwerk, das nie still steht Eishockey: Die einen vergöttern, die andern verteufeln ihn. Die einen begeistert er mit seiner leidenschaftlichen Spielweise, die andern schütteln wegen seinen eigensinnigen Sturmläufen verärgert den Kopf. Man könnte noch andere Gegensätze aufzählen. Aber so oder so - eines ist nicht zu übersehen: Chris DiDomenico ist der auffälligste Spieler des Playofffinals zwischen den SCL Tigers und Olten. Der 26-jährige kanadische Stürmer ist der unermüdliche Antreiber der Emmentaler, ein Laufwerk, das nie still steht. Bengt-Ake Gustafsson und Peter Andersson, die beiden eher «coolen» schwedischen Coaches, könnten wie Cowboys das eine oder andere Mal ein Lasso gebrauchen, um ihren heissblütigen Topskorer irgendwo auf dem Eisfeld einzufangen. «Ja», lacht Gustafsson, «es gibt schon Momente, wo wir ihn ein bisschen bremsen müssen. Um mit einer Mannschaft Erfolg zu haben, braucht es aber jeden einzelnen Spieler. Alle müssen ihre Rolle innerhalb des Teams so gut wie nur möglich spielen. DiDo erzielt nicht nur regelmässig Skorerpunkte, sondern er bringt auch die in den Playoffs so enorm wichtigen Emotionen ins Spiel.» Chris DiDomenico ist in Langnau, was er schon immer war – ein Energiespieler, ein «Gritty Player», der mit seiner eigensinnige Spielweise zwar immer wieder übertreibt, aber stets für das Logo seines Klubs auf der Vorderseite des Leibchens kämpft und nicht für seinen Namen und die Nummer auf der Rückseite. In seinen bisherigen 27 Playoffspielen in zwei Saisons für die SCL Tigers sass er bereits 74 Minuten auf der Strafbank, aber er provozierte auch regelmässig Regelverstösse der gegnerischen Mannschaften, die zu Powerplaytoren der Langnauer führten. Chris DiDomenico ist bei seiner Skorerpunktproduktion eine zuverlässige und äusserst wertvolle Konstante. Er hat in 22 seiner 27 Playoffspiele gepunktet, total 45mal, 14mal als Torschütze und 31mal als Torvorbereiter. Vor allem aber, geht er stets vorab, egal wie das Spiel auch steht. «Er hat seine Schwächen, sicher. Aber er ist eben auch ein unglaublicher Kämpfer», sagt der legendäre NHL-Coach Pat Quinn. «Er befindet sich ständig auf dem Weg zum Sieg, den er um jeden Preis haben will.» Quinn war vor sechs Jahren Headcoach der kanadischen Junioren, die zuhause in Ottawa Weltmeister wurden. Chris DiDomenico traute man ein Aufgebot vorerst gar nicht zu, aber er kämpfte sich durch alle Camps bis zum Stammplatz am Flügel der Paradelinie mit dem heutigen Starcenter John Tavares (New York Islanders). «Er hatte stets ein Feuer in den Augen», sagte Quinn zur Selektion des heutigen SCL Tigers-Topskorers, «ich konnte ihn einfach nicht übergehen.»
26.03.2015 :: Werner Haller
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