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Dert, wo d Heide grodet hei

Dr Minder Hans het letscht Wuche über d Gschicht vo de Heimet Hälischwang ir Gmein Signou gschribe. Bi mir isch scho am Tag druf d Fraag ygange, was de Hälischwang bedüti. 

Am beschte fömer grad hinger a mit dr Dütig: «Schwang» chunnt vom authochdütsche «swant» u das meint eigentlech so viu wie «(ver)schwinde». Wiu d Landschaft hieumenang vor langer, langer Zyt zimli starch isch bewaudet gsy, isch es vor auem dr Waud, wo isch gschwunde. Me het Böim u Büsch grodet u ds Land urbar gmacht füre
Acherbou u d Viehhautig. 

Itz chöme mer zum erschte Teu; «Häli». Dert isch es afangemau eso, dass dä Ortsname bis i ds
16. Jahrhundert angersch isch gschribe worde. Warum, dass
das gänderet het isch an sich nid klar. 

Die hütegi Schribwys isch «ersch» so im 16. Jahrhundert ufcho: Imene Urbar vo 1530 steit «zuo Helÿschwandt». I däm Dokumänt geits um die jährleche Zinse u Gülte vom Schloss u Huus Signou, wo dr Junker Ludwig vo Diessbach a Bärn verchouft het. När wird dä Ortsname öppe geng ähnlech gschribe u scho 1610 isch zerschmau «Häleschwand» erwähnt u i de Amtsrächnige vo 1659 steit «zu Hälischwand». Uf dr Wandercharte steit hüt bim Wiler
«Häleschwand» u bim Waud obedrann «Hälischwand». 

Vorhär – auso im 15. Jahrhundert u früecher – isch ds Grundwort es angersch gsy: «Heid». 

Dr eutischt Ytrag woni ha gfunge, stammt usem Jahr 1250 u dert steit «heidenswandon». I de Täubüecher usem 14. Jahrhundert isch «zu Hediswant» notiert. 

«Heid» meint afe einisch ganz augemein «Landbewohner». O ganz glöibegi Lüt sy eso benamset worde – nid nume unglöibegi. De würd «heidswandon» auso bedüte, dass Landlüt das Gebiet grodet hei. Müglech wäri o, dass e Personename hinger «Heid» steckt, eventuell e Churzform vo Adelheid.  

Bi de historische Queue isch no verwirrlech, dass nid nume Signou aus grössere Ort erwähnt isch, sondern o Rüederswiu. Das chunnt drvo, dass ds Gebiet vo Rüederswiu e Zyt lang bis uf Hälischwang isch gange. Es het o d Zyt gä, wo Hälischwang scho zur politische Gmein Signou het ghört – aber zur Chiuchgmein Rüederswiu.

 

Queue: «Ortsnamenbuch des Kantons Bern», «Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch», www.idiotikon.ch u wyteri. Aafrage: 034 409 40 05 oder zuercher@wochen-zeitung.ch



18.07.2019 :: Bruno Zürcher
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