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Der Müller vom Tau het z Zofige müesse zinse

Der Ortsteil Tau ir Gmein Trachsuwaud isch so ne Art hingere Houptort. Dert isch ds Museum vom Simon Gfeller u dert isch är o z Schueu. Aber im Tau isch o d Mühli gsy. U die chunnt zersch Mau inere Urkunde vo 1508 vor. Denn hei d Froue vom Chloschter Rüegsau nämlech dr jährlich Pachtzins vom Müller ar Kapäue vom Heilige Sankt Oswaud im Houderwaud gschänkt. Der Müller het au Jahr müesse Dinku abliefere, drzue zäh Schilling i Gäud u eis auts u zwöi jungi Hüener u de no zwänzg Eier. Die Mühli het de irgendeinisch im 17. Jahrhundert no e Saagi übercho u e Stampfi. Die Mühli het bis 1742 zum Mühliguet ghört u isch denn vom Mühliguet ane Müller verchouft worde. Um 1780 ume isch die Mühli nöi bout worde, dr damalig Müller het Gäud brucht u das vor Stadt Zofige übercho. Bis 1839 het drum dr Müller vom Tau müesse der Stadt Zofinge Zeis zahle. Hüt isch us dere Mühli e Outogarasch worde. Ir Mühli het o lang d Hebame vom Heimisbach gwohnt. Sie heig mängisch müesse z Fuess zu de Geburte loufe, wüu me früecher nid sig zu aune Höf mit eme Fahrzüg choo. Im Hof Tau sy hüt no d Türe vorhande, wo denn bim Bou vo de Nachbere u guete Gschäftslüt sy gschänkt worde. Das isch denn Bruch gsy u die, wo die Türe hei gschänkt, hei de o ire Name druf la male. So isch ei Türe vonere Maria Aeschbacher im Krüzacher z Louperschwiu gschänkt worde. I hami zersch e chli verwunderet, was äch die vo Louperschwiu im Dürrgrabe hinger verlore heig. I ha du usegfunge, dass die Frou d Witwe vom Dokter Chüpfer im Krüzacher isch gsy; sie aber vom Dürrgrabe chunnt. Dert isch si aber aus jungi Frou nach es paarne uneheliche Ching verjagt worde. Dr Dokter Chüpfer het se de ghürate u wo de dä jung gstorbe isch, isch si e riichi Frou gsy. 

Im Tau hinger isch o d Schmitte vom Dürrgrabe gstange u o d Poschtkutsche u nach 1926 ds Poschtouto hei da Ändstation gha. Vom Löchli, emene chline Heimetli, sy 1883 die damalige Bsitzer nach Chile usgwanderet u sy dert i dr Region Araukania (das isch ganz im Süde) aagsidlet worde. Si hei es grosses Stück Land übercho vom Staat u hei aber nachhär säuber müesse luege. Dert unger syge no hüt hüfe ehemaligi Schwyzer z finge, hani usegfunge.

26.10.2017 :: Hans Minder, Lokalhistoriker
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