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Der Mörder in meiner Familie
Der Mörder in meiner Familie Langnau:

Werner Adams stellte in der Regionalbibliothek sein neustes Werk, «drei Stunden von Bern», vor. Mit dem historischen Roman zog der Autor die Zuhörerschaft in seinen Bann.

Gespannt lauschten die Zuhörerinnen und Zuhörer der Geschichte über den pensionierten Berner Polizisten Gehri. Es geschieht ja nicht alle Tage, dass jemand in ein Zeitfenster gerät und sich innert Kürze im Jahr 1808 wiederfindet. Dabei fing alles so harmlos an. Gehri wusste mit so viel Freizeit, welche die Rente nun mal mit sich bringt, überhaupt nichts anzufangen. Auf einen guten Rat hin beschäftigte er sich mit seinen Vorfahren und durchsuchte das Staatsarchiv in Bern nach seinem Namen. Zu Beginn wurde er auch glücklicher und vergass Raum und Zeit. Bis er eines Tages auf ein Protokoll stiess von einem Mordprozess von 1744. Was ihn dabei fesselte, war der Name des Mörders: Gehri Christen. Er konnte nicht glauben, was er da las. Ein Mörder in seiner Familie? Kurzerhand beschloss er, seine Heimatgemeinde Lobsigen zu besuchen.

Ein magischer Ort

Mit dem Fahrrad machte er sich auf den Weg von Bern Richtung Seeland. Am Frienisberger Stundenstein passierte das Unmögliche. Gehri rutschte, ohne es zu merken, durch ein Zeitfenster. Kein Empfang auf seinem Handy, seine einzige Orientierungsmöglichkeit war der Stundenstein, auf welchem «drei Stunden von Bern» stand. Die Leute im nächsten Dorf musterten ihn mit kritischen Blicken. Würde er herausfinden, warum sein Vorfahre, Christen Gehri, zu einem Mörder wurde? Und würde er auch wieder in unsere Zeit zurückfinden? Was erwartet ihn sonst noch in dieser längst vergangenen Zeit?

Reale Geschichte

Es ist bereits der achte historische Roman von Werner Adams. Nur hat er sich diesmal mehr Freiheit bezüglich seiner Fantasie gelassen. Und doch ist die Geschichte rund um die Familie Gehri und den Mörder tatsächlich 1744 passiert. Seine Recherchen betrieb er im Staatsarchiv von Bern. Seit Jahren beschäftigt sich der in Wichtrach lebende Werner Adams mit Familienforschung. Er leitete 25 Jahre lang die Genealogisch-Heraldische Gesellschaft in Zürich. Dank dieser Tätigkeit entdeckte er seine Leidenschaft für historische Romane.

Der Autor stellte den Interessierten auch seine anderen Bücher vor und signierte auf Wunsch das eine oder andere Exemplar.

19.12.2019 :: Stefanie Siegenthaler
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