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«Der Kranzgewinn war mein Maximum»
Schwingen:

Am Samstag wurden Thomas Sempach und Michael Moser feierlich empfangen. Gefeiert wurde der vierte eidgenössische Kranz von Thomas Sempach.

Thomas Sempach, Sie kommen aus dem Feiern nicht mehr heraus. -Bereits Ende Mai gab es nach dem 100. Kranzgewinn einen grossen -Empfang. Was bedeutet Ihnen der Aufmarsch und die vielen Leute?

Es ist sehr schön, wenn Leute extra wegen mir kommen und wir zusammen feiern können. Wir hatten bereits ein grosses Fest im Sommer und haben diesen Empfang nun in einem kleineren Rahmen geplant. 

 

Unter den Anwesenden ist auch

Hans-peter Latour zu finden. Sie -hatten in den letzten zwei Wochen gesund-heitliche Probleme, Ihre Teilnahme war lange Zeit unsicher. War Hans-peter Latour Ihr Wunderheiler?

Er hat mir schon gut zugesprochen. Aber schlussendlich musste ich den Entscheid alleine treffen, ob ich antrete oder nicht. Vier Tage vor dem Wettkampf wusste ich es noch immer nicht. Ich stellte mir manchmal die Frage, ob es wirklich Sinn mache. Man darf nicht vergessen, es sind acht Gänge zu absolvieren und ich hatte bereits einmal mit einer lädierten Schulter ein Eidgenössisches gemacht. Dank guter medizinischer Betreuung konnte ich schliesslich doch antreten.

 

In Burgdorf verletzten Sie sich im vierten Gang an der Schulter. Sie kämpften sich zwar durch den Wettkampf, der Kranzgewinn war jedoch mit dieser Beeinträchtigung nicht möglich. Ging Ihnen dieses Szenario am Wettkampf auch durch den Kopf?

Am Wettkampf selber eigentlich nicht. Im Vorfeld war dies sicher ein Thema. In Burgdorf musste ich nur vier Gänge mit der verletzten Schulter schwingen, hier warteten acht Gänge auf mich, wenn ich überhaupt alle acht Gänge absolvieren könnte. Daher fragte ich mich schon, ob ich wirklich noch einmal einen Wettkampf mit einer Verletzung in Angriff nehmen wolle. 

 

Zum Glück haben Sie sich zur Teilnahme entschieden. Ihre Anstrengungen wurden mit dem vierten eidgenössischen Kranz belohnt. Dennoch mussten Sie bis zum Schluss zittern. Wie nahmen Sie den letzten Gang in Angriff? 

Ich wusste, dass ein gestellter Gang mit der Note 8.75 wahrscheinlich reicht. Daher habe ich gegen Marcel Kropf auch nicht das Letzte riskiert. Oder anders gesagt: Mir war das Risiko zu gross, den Ring mit einem verlorenen Gang und der Note 8.50 zu verlassen. Daher hoffte ich, dass der Gestellte am Ende reichen würde. Zudem lag mit meinem Gesundheitsstand einfach auch nicht mehr drin. Zum Glück konnte ich mir am Samstag das nötige Punktepolster herausschwingen. Mit dem Kranzgewinn habe ich sicher das Maximum meiner Möglichkeiten herausgeholt.

 

Sehen wir Thomas Sempach auch im nächsten Jahr wieder im Sägemehl?

Ich kann es mir vorstellen, weiterzumachen. Mir ist jedoch bewusst, dass ich im Wintertraining mehr investieren muss, als in den früheren Jahren. Für dies muss ich mir die Zeit freischaufeln. Vorab muss ich nun wegen meiner Schulter sechs bis acht Wochen pausieren, dann sehen wir weiter.

05.09.2019 :: René Willener
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