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Der Kirchturm wird nicht vermietet
Der Kirchturm wird nicht vermietet Oberburg: An der Kirchgemeindeversammlung hatten die 56 erschienenen Stimmberechtigten über ein Gesuch der Swisscom, im Kirchturm eine Mobilfunkanlage zu installieren, zu befinden.

Christoph Galli, Präsident des Kirchgemeinderates, erläuterte unter dem Traktandum «Mobilfunkanlage im Kirchturm» die Abstimmungsbotschaft. Er betonte, dass die Swisscom mit dem Ersuchen, im Kirchturm von Oberburg eine Mobilfunkanlage zu installieren, an den Kirchgemeinderat gelangt sei. Die Antennenbetreiber hätten einen Mietvertrag für die Dauer von 15 Jahren mit einer Kündigungfrist von 36 Monaten angeboten. «Als Mietzins offerierte die Swisscom jährlich 7000 Franken», führte Galli weiter aus. «Kosten sollten der Kirchgemeinde keine entstehen.» Das Baubewilligunsverfahren würde von der Swisscom lanciert. Im Kirchgemeinderat habe man dieses Gesuch geprüft und schliesslich den Beschluss gefasst, das Ersuchen den Stimmberechtigten der Kirchgemeinde vorzulegen. Für diesen Ratsbeschluss hätten auch die Austritte aus der Kirche und die Tendenz zu weniger Steuereinnahmen eine Rolle gespielt, erklärte der Präsident.   

Die Kirche nicht vermarkten

Die eingebrachten Voten, meistens von Bewohnern des Kirchenquartiers, zeigten ein Abbild der gegenwärtig  landesweiten Diskussionen um die Antennen. Ungewissheit über die Strahlungen und die mögliche Gefährdung der Gesundheit standen im Vordergrund, aber auch die Frage der Bewilligungs-Zuständigkeit sowie die Vermarktung der Kirchen. Ein Votant brachte markige Worte in die Debatte ein: «Ehemals hat man die Händler aus dem Tempel gejagt und heuzutage will man die Kirche mit diesem und jenem vermarkten.» Eine andere Stimme nannte das Zinsangebot der Swisscom ein «lächerliches Zückerli». 

Nach den sorgenvollen Voten kam aus der Mitte der Antrag, der Kirchturm sei weder der Swisscom, noch anderen Antennenanbietern, noch für andere Geschäftszwecke zu vermieten. Dieser Antrag wurde mit 34 Ja, gegen 18 Nein bei drei Enthaltungen angenommen und somit das Begehren von Swisscom und Kirchgemeinderat abgelehnt.  

Die Rechnung 2018 mit einem Überschuss von 22’342 Franken wurde mit 55 Ja bei einer Enthaltung gutgeheissen. 

Pfarrhausrenovation unbestritten

Der Kredit von 250’000 Franken für die Renovation des Pfarrhauses gab nur kurz zu diskutieren. Ein Votant zeigte sich mit der Architekturverpflichtung unzufrieden und jemand anderes wollte wissen, ob man vom grossen Umschwung beim Pfarrhaus nicht eine Bauparzelle verkaufen könnte. Präsident Galli verwies auf das Gewinnbeteiligunsrecht – Kauf des Pfarrhauses vom Kanton 2014 – und auf den Zonenplan. Der Vorlage wurde mit 53 Ja bei drei Enthaltungen zugestimmt. 

23.05.2019 :: Hans Schmidiger
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