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«Der Goalie allein gewinnt kein Spiel»
«Der Goalie allein gewinnt kein Spiel» Ivars Punnenovs: Erstmals erhielt der 21-jährige lettische Torhüter der SCL Tigers drei Chancen hintereinander und er nutzte sie gleich alle.

Ivars Punnenovs ist sich nicht gewohnt, im Mittelpunkt zu stehen wie nach den Erfolgen in Davos (3:1), zuhause gegen den SC Bern (2:1) und in Genf gegen Servette (5:3). Verständlich, denn «drei Siege in drei Spielen in Serie sind etwas Neues für mich», sagt der talentierte Goalie aus Riga (Lettland). Zu Recht ist er stolz auf seine Leistungen. «Aber», gibt er zu bedenken, «ein Torhüter gewinnt ein Spiel nie im Alleingang. Er benötigt die Unterstützung der Mannschaft und die hatte ich bei den drei Siegen. Ein erfolgreiches Team braucht seinen Goalie und ein erfolgreicher Goalie braucht sein Team.» Die Statistiker der SCL Tigers liefern den Beweis für diese Aussage. In den drei Spielen gegen Davos, den SCB und Servette wehrte Punnenovs insgesamt 94 Schüsse ab. Nicht weniger als 38 weitere Schüsse wurden im eigenen Abwehrdrittel von Teamkameraden geblockt. «Nach dem Spiel in Genf», erzählt Punnenovs schmunzelnd, «zeigte mir Ewgeni Schirjajew eine riesige Beule am Arm und sagte: Schau, das habe ich für dich getan.» Wie schon in den zwei NLA-Saisons mit Absteiger Rapperswil, musste sich Punnenovs auch nach seinem Wechsel zu Aufsteiger Langnau in Geduld üben. In den bisherigen 38 Runden war er 27mal Ersatz mit drei Einwechslungen für Damiano Ciaccio und wurde 11mal als Startinggoalie aufgestellt. Der Lette akzeptierte seine Rolle und tat, was ein Torhüter in seiner Situation tun muss: Er trainierte fleissig, um jederzeit bereit zu sein, wenn ihn die Trainer benötigen. Er erhielt und nutzte seine Chance ausgerechnet zu einem ganz heiklen Zeitpunkt. Im Heimspiel gegen die ZSC Lions vor zwei Wochen wurde er beim Stande von 0:4 für das Schlussdrittel anstelle von Ciaccio aufs Eis geschickt. Er kassierte noch drei weitere Tore zum blamablen 0:7, der höchsten Heimniederlage seit zehn Jahren. «Wir machten alles falsch, was man falsch machen kann», sagt Ivars Punnenovs. «Manchmal braucht es aber eine solche Lektion um zu verstehen, um was es geht und was zu tun ist. Wir haben auf dieses Negativerlebnis positiv reagiert – mit drei Siegen in Serie.» Die SCL Tigers spielten engagiert und diszipliniert, sie leisteten sich in den drei Spielen trotz hoher Intensität insgesamt nur neun Zweiminutenstrafen, die Schweizer schossen sieben der zehn Tore und das Team erzielte gegen die drei reputierten Gegner mit 10:5 eine entscheidende positive Bilanz bei fünf gegen fünf Spieler. Dazu hielt Torhüter Ivars Punnenovs, was zu halten war. So sehen nahezu perfekte Mannschaftsleistungen eben aus.  
Zum 2. Mal maximal mit maximalen Goalies
3:1 gegen Davos, 2:1 gegen den SCB, 5:3 gegen Servette. Zum zweiten Mal in dieser Saison gewannen die SCL Tigers mit Ivars Punnenovs im Tor in drei Spielen hintereinander das Maximum von neun Punkten. So wie Anfang
Oktober gegen Ambri (4:2), Biel (5:2) und Fribourg (5:2) mit Damiano Ciaccio im Tor. Ausgangspunkt beider Erfolgsserien waren die nahezu maximalen, überdurchschnittlichen Leistungen der beiden SCL Tigers-Goalies in jeweils drei Spielen.
• Damiano Ciaccio glänzte bei seiner Serie mit einer Abwehrquote von 93,9 Prozent und einem Gegentordurchschnitt von 2,00.
• Ivars Punnenovs war bei seiner Serie mit einer Abwehrquote von 94,9 Prozent und einem Gegentordurchschnitt von 1,67 ebenfalls massgeblich an den drei Siegen beteiligt.
21.01.2016 :: Werner Haller
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