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Der Gast will in einer Gruppe reisen und trotzdem Individualist bleiben
Der Gast will in einer Gruppe reisen und trotzdem Individualist bleiben Emmenmatt: Adolf und Elisabeth Scheiben feiern das 30-jährige Bestehen ihres Unternehmens Scheiben-Reisen. Zum Jubiläum haben sie sich einen neuen Reisebus angeschafft. 
Unterstützt werden Adolf und Elisabeth Scheiben durch Tochter Franziska und Sohn Frank, der vor gut einem Jahr in die Firma eingetreten ist, sowie fünf bis sechs Aushilfechauffeure. «Nach gut sechs Jahren als Chauffeur bei der damaligen AOE in Langnau stellte ich fest, dass ich für die Kinder zu oft weg war. Ich wechselte deshalb in die Werkstatt einer Baufirma. Sechs Jahre später zog es mich wieder hinaus, und so gründete ich Scheiben-Reisen und schaffte einen Car an», erläutert Adolf Scheiben seinen Werdegang zum selbständigen Unternehmer im Jahr 1987. Mittlerweile hat sich der Wagenpark auf zwei Reisebusse, einen Minibus und drei Kleinbusse erweitert.
Besonders stolz ist die Unternehmerfamilie auf den neusten Reisebus. «Der MAN Lion’s Couch ist mit der umweltfreundlichsten Motorentechnologie Euro 6, 50 Sitzplätzen und viel Komfort ausgerüstet», beschreibt Frank Scheiben das Fahrzeug.

Mehrere Standbeine
«Geschäfts- und Vereinsausflüge, Tagesfahrten und Sportreisen – zum Beispiel für regionale Unihockeyclubs an Auswärtsspiele – sind im Trend und bilden eine gute Basisauslastung», sagt Frank Scheiben. Sein Vater Adolf ergänzt, dass sich Rundreisen im europäischen Raum zunehmender Beliebtheit erfreuen, auch bei der jüngeren Generation. Die unsichere Lage südlich und östlich des Mittelmeers sei der Grund für diese Entwicklung. Als Nischenprodukt bezeichnen die beiden Transfers zum Flughafen, Radferien und Fahrten für ausländische Gruppen, vor allem aus Japan und China. Hochzeitsreisen seien dagegen kaum noch gefragt, weil sich heute die jungen Paare anders organisierten.

«Weniger ist mehr»
Laut Adolf Scheiben haben sich die Kundenwünsche stark verändert: «Früher mussten wir möglichst viel in unser Programm packen. Heute will der Reiseteilnehmer nicht mehr erst um 20 Uhr beim Hotel ankommen und schon um sieben Uhr frühstücken.» Bei der Planung einer Reise werde Wert darauf gelegt, Stress zu vermeiden. Der Kunde schätze es, in einer familiären, gut betreuten Gruppe zu reisen. Er wolle aber auch Freiräume für eigene Erkundungen. Dazu bieten Abende oder manchmal auch ein halber oder ganzer Tag ohne Programm genügend Gelegenheiten. «Für unsere Reisenden ist weniger mehr; der genussvolle Urlaub ohne Hektik beginnt beim Einsteigen und endet am Ausgangsort», sagt Frank Scheiben. Adolf Scheiben ergänzt, dass bei ihm lediglich Stress aufkomme, wenn er trotz Einplanung von genügend Zeitreserve lange im Stau stecken bleibe und der Anschluss an eine Schifffahrt oder einen Flug verpasst werden könnte. Im Jubiläumsjahr führt Scheiben-Reisen als Dank an die Kundschaft verschiedene Jubiläumsfahrten durch.
12.01.2017 :: Walter Marti
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