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«Der Award zeigt, dass es sich lohnt, sich fürs Gewerbe einzusetzen»
«Der Award zeigt, dass es sich lohnt, sich fürs Gewerbe einzusetzen» Biglen:

 

Der Gewerbeverband Berner KMU hat zum zweiten Mal den Berner KMU-Award verliehen. Der Malermeister Marco Liuzzi gewann dieses Jahr die Auszeichnung. 


«Der KMU-Award kürt nicht den Unternehmer des Jahres», erklärt Nina Zosso, Leiterin Kommunikation beim Gewerbeverband Berner KMU. Zwar müssten die Nominierten «waschechte Gewerbler» sein, also selber eine Firma besitzen. Ausschlaggebend sei aber das Engagement für den Verband, für einen angeschlossenen Gewerbeverein oder für die Ausbildung junger Berufsleute, hält Nina Zosso fest. Als Sieger ging dieses Jahr der 40-jährige Marco Liuzzi hervor, der in Biglen einen Malereibetrieb führt.

 

Herzliche Gratulation zum Berner KMU-Award. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?

Dieser Award bedeutet mir sehr viel, ist aber auch eine grosse Überraschung. Er zeigt mir, dass es sich lohnt, sich für das Gewerbe, den Nachwuchs sowie die Aus- und Weiterbildung einzusetzen. Diese Auszeichnung gibt mir etwas für all die Stunden zurück, die ich auch anders hätte investieren können. 

 

Sie haben sich als Jüngster der vier Nominierten durchgesetzt. Ein positives Zeichen für die Zukunft der Berner KMU-Wirtschaft?

Ein sehr positives Signal. Solche Preise sind meist für ältere Damen und Herren mit mehr Erfahrung reserviert. Übrigens zum Verfahren: 40 Prozent wird vom Ausschuss bestimmt, die restlichen 60 Prozent kommen über ein Online-Voting dazu. Das zeigt auch, dass es für das Geschäftsleben von Vorteil ist, wenn man gut vernetzt ist.

 

Sie sind nebenbei im Ausbildungszentrum des Maler- und Gipserverbandes in Worb tätig. Wie sieht ihre Arbeit dort aus?

Ich bin zu 30 Prozent als Leiter Farbe und Technik angestellt. Ich leite Kurse für Farbe mischen, Prüfungsvorbereitung und gebe Tapeziererkurse. Daneben bin ich als Prüfungsexperte tätig, erarbeite für den Lehrlingswettbewerb Konzepte, Arbeitsbeschriebe und Bewertungen. Alle Maler-Lehrlinge werden während ihrer Ausbildungszeit mehrmals im Ausbildungszentrum betreut.

 

Hinzu kommen noch Ihre Ausbildung zum «Master of Science in Berufsbildung», bis vor einem Jahr das Präsidium des Gewerbevereins Biglen und für die Gewerbe-Show Biglen waren Sie als OK-Präsident tätig. Kommt da Ihr Malergeschäft nicht zu kurz?

Die Ausbildung kann ich mehrheitlich in meiner Freizeit machen und im Betrieb habe ich ein tolles Team, das mich gut unterstützt. Ohne die zwei guten Maler und die super Lehrtochter wäre dies alles nicht möglich. Ich arbeite durchschnittlich drei Tage pro Woche im Betrieb. Zu kurz kommen allerdings meine Hobbys, die Kollegen und manchmal auch meine Familie.

 

An den diesjährigen Swiss Skills waren Sie als Betreuer der jungen Maler tätig. Liegt Ihnen die Berufsbildung besonders am Herzen?

Die Aus- und Weiterbildung erachte ich als etwas sehr Wichtiges. Am meisten freut es mich, wenn ich die jungen Berufsleute motivieren und bei ihnen mit einfachen Mitteln Begeisterung entfachen kann.

25.10.2018 ::
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