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Der Aufsteiger unter den Sieglosen
Der Aufsteiger unter den Sieglosen SCL Tigers:

Die Langnauer müssen weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Trotzdem gibt es auch positive Überraschungen. Zum Beispiel Verteidiger Miro Zryd.



Fünf Spiele, fünf Niederlagen. Den SCL Tigers ist der Start in die Meisterschaft wie schon im Vorjahr gründlich missraten. Der Hauptgrund dafür ist offensichtlich: Die Mannschaft kassiert viel zu viele Gegentore. 23 sind es bereits. Mit Abstand am meisten aller zwölf NL-Teams. Ein weiterer Grund für den schlechten Beginn ist auch, dass die Tigers praktisch ausschliesslich von ihrer ersten Linie leben. Diese besteht aus den Verteidigern Koistinen und Zryd sowie den Angreifern Erkinjuntti, Gustafsson und Elo. Zehn der bisherigen 14 Tore – oder 71 Prozent aller Treffer – gehen auf ihr Konto. Die Finnen Erkinjuntti und Elo belegen in der nationalen Skorerliste gar die Plätze zwei und vier.

Als einzige im Team – abgesehen vom verletzten Pascal Berger – weisen diese fünf Spieler eine positive Plus/Minus-Bilanz auf. Sie standen also bei mehr erzielten als kassierten Toren auf dem Eis. Mit einer Plus-5-Bilanz erreicht Verteidiger Miro Zryd den Bestwert. Nicht nur innerhalb des Teams, sondern in der gesamten Liga.

Warum das oft gelobte Defensivkonzept von Trainer Ehlers bisher noch kaum funktioniert hat, kann sich der 22-Jährige auch nicht so richtig erklären. Er sagt aber: «Hockey besteht aus Fehlern. Und momentan werden die Fehler, welche wir machen, von den gegnerischen Teams gnadenlos ausgenützt.» Ist das Team zu abhängig von der ersten Linie? «Das würde ich nicht so sagen. Aber es wäre natürlich schon gut, wenn auch die anderen Linien mehr Tore schiessen würden.»

 

Zryd nahe am Karrierenende

Der Adelbodner, dessen Gross-
tante Annerösli Zryd an der Ski-WM 1970 in Gröden Abfahrtsweltmeisterin wurde, hat bereits jetzt mehr Skorerpunkte erzielt als in 46 Partien der letzten Qualifikation. Dabei profitiert er auch von seinem Linienpartner Ville Koistinen. Zryd sagt: «Es ist cool mit so einem routinierten Spieler zusammen zu spielen. Wir versuchen auf dem Eis viel miteinander zu reden und uns so das Leben einfacher zu machen.» Vor drei Jahren, als sein Ausbildungsvertrag in Langnau zu Ende ging, lag lange kein Angebot im Profi-Hockey vor. Zryd überlegte sich sogar, die Karriere zu beenden. «Damals hätte ich nicht geglaubt, dass es mir einmal so gut laufen würde. Aber ich habe immer hart gearbeitet und darauf gehofft, dass ich es schaffen werde.» Miro Zryds Rezept, um am Wochenende endlich den ersten Sieg zu holen, klingt simpel: «Wir müssen versuchen die Fehlerquote zu minimieren.» Bei diesem Unterfangen müssen die Tigers auf mehrere Spieler verzichten. Goalie Punnenovs (Adduktoren) und Verteidiger Yannick Blaser (Innenband) fehlen dem Team rund zwei Wochen. Stürmer Nils
Berger muss sich nach einer Trainingsverletzung an der Schulter operieren lassen und fällt drei Monate lang aus. 


21.09.2017 :: Christoph Schär
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