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Den Bruder immer im Herzen
Den Bruder immer im Herzen Grosshöchstetten:

Der junge Reiseblogger und Autor des Buches «Bruderherz» Marian Grau berichtete über den Tod seines Bruders und wie ihm das Reisen half, den Schock zu verarbeiten. 

Was der 16-jährige Deutsche Marian Grau, der sein Leben nach dem Tod seines Bruders auf besondere Weise gestaltete, dem Publikum vermittelte, ging unter die Haut. Der Autor des Buches «Bruderherz» teilte seinen Auftritt im Alpensaal der Realschule Grosshöchstetten abwechslungsweise mit Vorlesen, Bilderauswahl und freiem Erzählen ein. Als Marian Grau neun Jahre alt war, starb sein zwei Jahre älterer Bruder, der an einer genetisch bedingten Schwerstbehinderung litt. Dieser Schock war der Ursprung seiner Reiselust. In nur drei Jahren bereiste der junge Mann 31 Länder. Auf seinem Blog «GeoMarian» berichtet Grau von seinen Reiseerfahrungen. Zum Beispiel von den Begegnungen in Kambodscha mit Strassenkindern, bei denen er lernte, dass sein eigenes Dasein gegenüber diesen notleidenden Jungen sehr komfortabel war. Während der Reisen trug er immer seinen Bruder Marlon im Herzen bei sich.

Präsent auch nach dem Tod

Mit seinem Bruder entwickelte Marian Grau eine Kommunikationsform, ohne Worte. Auch nach Marlons Tod sei dieser in seinem Leben präsent gewesen und habe sein Tun und Handeln beeinflusst, erzählte der Autor an der Lesung. Die Betreuung von Marlon stand bei der Familie Grau im Vordergrund. Sie opferte sich auf, damit ihm gewisse Ereignisse vergönnt waren. Besuche von Lieblingsorten, wiederkehrende Anlässe, die tägliche Rundumbetreuung waren grosse Herausforderungen. Der Buchautor konnte jedoch diesen Einsätzen vorwiegend Positives und Gutes abgewinnen, da immer etwas Schönes zurückgekommen sei. Grau attestierte Marlon gar, er sei sein bester Lehrer gewesen. Die Kernaussage des Abends ergab sich durch den Inhalt des Buches: sich selbst so annehmen zu können, wie man ist und dabei auch die Mitmenschen so zu akzeptieren, wie sie sind. 

14.03.2019 :: Jürg Streit
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