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Das Schicksal in den eigenen Händen
Das Schicksal in den eigenen Händen SCL Tigers:

Erstmals in dieser Saison verliert Langnau drei Spiele in Serie. Trotzdem haben die Tigers drei Runden vor Schluss weiterhin gute Playoff-Chancen.

«Ein schlechtes Wochenende reicht und der Vorsprung ist sofort viel kleiner», sagte Tigers-Stürmer Raphael Kuonen nach dem 3:1-Sieg gegen Ambri vor zwölf Tagen. Damals betrug Langnaus Vorsprung auf den Tabellenstrich zehn Punkte, die Playoff-Qualifikation schien reine Formsache. Drei Partien später haben sich Kuonens warnende Worte bestätigt. Durch drei Niederlagen in Folge ist der Vorsprung auf Rang 9 bis auf vier Zähler zusammengeschmolzen.

Besonders bitter: Keine der Niederlagen gegen Biel (3:4 n.P.), Fribourg (0:1) und die ZSC Lions (1:2 n.P.) war zwingend. Am Dienstag im Hallenstadion wurde das Zürcher Star-Ensemble phasenweise sogar dominiert (43:18 Torschüsse für Langnau!). Am Ende aber wurde der Mannschaft von Heinz Ehlers selbiges zum Verhängnis wie schon drei Tage zuvor im Heimspiel gegen Fribourg: die schlechte Chancenverwertung.

 

Sechs Punkte reichen auf jeden Fall

Trotzdem haben die SCL Tigers ihr Schicksal immer noch in den eigenen Händen. Ein Blick auf die Restprogramme der «Strich-Teams» (siehe Kasten unten) verspricht Hochspannung bis ganz am Schluss. Drei Runden vor Ende der Qualifikation stehen nach wie vor erst zwei der acht Playoff-Teilnehmer fest. Eine solche Dramatik ist in der Geschichte der 1937 gegründeten Nationalliga einmalig. Und mittendrin also Langnau. Sechs Punkte aus den Partien gegen Rapperswil (morgen Freitag), Bern (Samstag) und Lausanne (Montag) garantieren die Playoffs auf jeden Fall. Sind es weniger, kommt es auf die Ergebnisse der Konkurrenz an. Darauf verlassen wird man sich aber nicht. Schliesslich sind die Tigers in dieser Saison immer dann am besten gefahren, wenn sie sich auf ihre eigenen Stärken besinnt haben. 

Und irgendwie würde es zu dieser verrückten Saison passen, wenn die Playoff-Qualifikation bereits morgen in Rapperswil gesichert wird – an jenem Ort, an dem dies am 22. Januar 2011 zum bisher einzigen Mal gelungen ist. 

28.02.2019 :: Christoph Schär
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