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Das Jugendforum Ämmitau will die Zukunft aktiv mitgestalten
Das Jugendforum Ämmitau will die Zukunft aktiv mitgestalten Sumiswald:

Jugendliche aus dem Emmental gründeten den Verein Jugendforum Ämmitau. Sie wollen sich politisch einbringen – schliesslich sei Politik nicht langweilig.

Rund 20 Personen trafen sich letzten Freitag im Schloss Sumiswald, um das Jugendforum Ämmitau zu gründen. Marcel Erhard, Vorsitzender des Gründungskomitees, brachte es gleich zu Beginn der Veranstaltung auf den Punkt: «Die Jugendlichen im Emmental sind politisch interessiert. Bis heute fehlt ihnen aber eine Plattform, wo dieses Interesse in Engagement umgewandelt werden kann», begründete er die vorgesehene Vereinsgründung.

Als Gastreferent trat Milo Schefer auf. Der 17-jährige Eggiwiler ist Präsident des Schülerinnen- und Schülerrats am Gymnasium Burgdorf. Er hielt fest, dass Politik nicht langweilig sein müsse. Die Jugendlichen müssten sich generell mehr einbringen, weil sie von den heute gefällten Entscheiden in Zukunft am meisten betroffen sein werden. «In Burgdorf werden wir durchaus ernst genommen», schloss er seine ermunternden Ausführungen.

Stellung beziehen

Durch den Abend führten Marcel Erhard und Saambavi Poopalapillai. Die vorgelegten Statuten gaben nur wenig zu reden. Der Verein bezweckt, die Jugendlichen für die Politik zu interessieren und sie politisch zu bilden. Zu Themen, die für Jugendliche relevant sind, wie zum Beispiel Bildung, Klimaschutz, öffentlicher Verkehr oder AHV, sollen zu gegebener Zeit Stellungnahmen abgegeben werden. Der Verein steht überdies als Ansprechstelle für Gemeinden und Schulen zur Verfügung. Die bisherigen Kontakte mit den Emmentaler Gemeinden seien positiv verlaufen, betonte Marcel Erhard. 

Der Verein wird gegen innen und aussen vor allem über die sozialen Medien kommunizieren. Ein Ressort im Vorstand lautet deshalb auch «Community Manager». Vereinsmitglied können alle Personen mit Wohnsitz im Verwaltungskreis Emmental werden, auch Leute ohne Schweizer Pass. Mitmachen kann man laut Statuten bereits ab 14 Jahren, mit 30 scheidet man altershalber aus. «Wir sind breit aufgestellt. Alle Jugendparteien von rechts bis links machen mit», hielt Marcel Erhard, der zum Präsidenten des neuen Vereins gewählt wurde, fest.

Baum im Schlosshof

Die Gründung des Jugendforums Ämmitau wurde symbolträchtig mit der Pflanzung einer Linde im Schlosshof Sumiswald abgeschlossen. «Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt», sagt ein Sprichwort aus Uganda. Unter diesem Motto will der nun gegründete Verein gedeihen, aktiv werden, Chancen packen und die Zukunft mitgestalten.


In den Vorstand des Jugendforums Ämmitau gewählt wurden folgende Personen: Marcel Erhard, Lützelflüh (Präsident); -Winston Beck, Utzenstorf (Vizepräsident); Tanja Blume, Burgdorf (Sekretärin); Alessandro di Stefano, Kirchberg (Kassier); Saambavi Poopalapillai, Burgdorf; Antonio Guillebeau, Lyssach, sowie Lea Schmid, Rüegsauschachen.


22.08.2019 :: Walter Marti
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