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Das grosse Bild von 100 Ehlers-Spielen
Das grosse Bild von 100 Ehlers-Spielen

Das Spiel vom letzten Dienstag in Kloten war das hundertste der SCL Tigers unter der Führung von Heinz Ehlers. Der dänische Headcoach übernahm die Mannschaft im Oktober 2016 in einem desolaten Zustand. Abgeschlagen auf dem zwölften und letzten Platz mit lediglich fünf Punkten aus den ersten zehn Spielen. Seither sind anderthalb Jahre mit neunzig Qualifikations- und zehn Platzierungsrundenspielen vergangen. Der Zeitpunkt ist gekommen, um sich einmal ein grosses und deshalb auch aussagekräftiges Bild über die Tätigkeit der Mannschaftsverantwortlichen seit der Rückkehr in die National League A zu machen. Vergleicht man die Bilanzen von Benoit Laporte und Scott Beattie mit denjenigen von Heinz Ehlers, dann sehen die beiden Kanadier schlecht aus. Einziger Lichtblick war der Ligaerhalt unter Beattie dank dem Gewinn der Playoutserie gegen Biel. Heinz Ehlers hingegen hat die Langnauer zusammen mit Assistenzcoach Marco Bayer, Goalietrainer Dusan Sidor und Athletikcoach Nik Hess und Sportchef Jörg Reber zu einer Mannschaft geformt, die sich vom zwölften Rang im Oktober 2016 sukzessive auf den neunten Rang im März 2018 verbesserte und sich zwei Mal in der Platzierungsrunde souverän den Ligaverbleib sicherte. Diese positive Entwicklung lässt sich durch zwei Werte auch belegen.

Anzahl Siege: Laporte und Beattie führten die Tigers in 72 Spielen zu 26 Siegen (Erfolgsquote 36,1 Prozent). Unter Ehlers erkämpften sich die Emmentaler in 100 Spielen aber 47 Siege (47,0 Prozent).
Spiele mit Punktgewinnen: Laporte/Beattie 31mal in 72 Spielen (43,0), Ehlers 55mal in 100 Spielen (55,0). 

 

Ohne Wenn und Aber

Heinz Ehlers ist kein Headcoach der grossen Worte. Er weiss, was er hat und was er will, wo er steht und wohin er will. Den einmal gewählten Weg geht er mit aller Konsequenz, ohne Wenn und Aber. Bezeichnend sein Ziel, sein grosses Bild, für die zu Ende gehende Saison: «Ganz einfach», erklärte er im letzten Herbst, «wir wollen besser werden». Und sie sind besser geworden die SCL Tigers in der zweiten Saison unter dem Dänen. In defensiver Hinsicht gehören sie sogar schon zu den top Sechs der National League A. Ihr Penaltykilling war das viertbeste in der Qualifikation, Punnenovs und Ciaccio bildeten das fünftbeste Torhüterduo der Liga, nur fünf Mannschaften kassierten weniger Gegentore als die Langnauer, die im Spiel bei Vollbestand (5 gegen 5) ebenfalls Position sechs einnahmen. Und auch die Disziplin hat sich positiv verändert. Nur der SCB kassierte weniger Strafminuten. Eine erstaunliche Entwicklung, wenn man bedenkt, dass die SCL Tigers in den ersten 20 Qualifikationsspielen 19mal auf den verletzten Captain Pascal Berger verzichten mussten, dass sich Antti Erkinjuntti als Topskorer ebenfalls verletzte und in den letzten 18 Qualifikationsspielen nur dreimal eingesetzt werden konnte und die Abwehr wegen Ville Koistinens Wechsel nach Ingolstadt und Cam Barkers Fussbruch in 17 Spielen ohne
ausländischen Verteidiger auskommen musste. Doch Ehlers und seine Trainer liessen sich durch diese schwerwiegenden Ausfälle nicht vom Weg abbringen. Sie machten ganz einfach das Beste daraus. Und das war nicht einmal so schlecht. 

22.03.2018 :: Werner Haller
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