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Das Examen als NLA-Rookie bestanden
Das Examen als NLA-Rookie bestanden SCL Tigers: Man spricht nicht viel von ihm. Dabei gäbe es allen Grund dazu. In einer unbeständigen Langnauer Mannschaft ist Ewgeni Schirjajew einer der Beständigsten.
In den letzten neun Spielen gewannen die Emmentaler nur gerade sieben von 27 möglichen Punkten. Am 26jährigen ukrainisch-schweizerischen Doppelbürger lag es aber bestimmt nicht. Nach einer verletzungsbedingten Zwangspause kehrte er am 21. November im Heimspiel gegen Davos (3:6) ins Team zurück und war seither in den neun Spielen mit drei Toren und einer positiven Plus-/Minusbilanz (+2) einer der sichersten Werte in einer verunsicherten Mannschaft.

Erfolgreichste Angriffsformation
Aber auch schon in den ersten 15 Spielen vor der Verletzung hatte Ewgeni Schirjajew nur geringe Leistungsschwankungen gezeigt. Zusammen mit den beiden Flügelstürmern Lukas Haas und Sven Lindemann bildet er bei Vollbestand (5 gegen 5) mit sieben Toren die erfolgreichste Langnauer Angriffslinie vor der Kombination Kevin Clark-Anton Gustafsson-Tobias Bucher mit fünf Treffern. Ewgeni Schirjajews Entscheid, nach neun NLB-Saisons bei La Chaux-de-Fonds, Basel, Ajoie und Martigny sowie einigen NLA-Partien bei Lugano und Fribourg als 13. Stürmer mit minimaler Eiszeit eine Herausforderung in der höchsten Spielklasse anzunehmen, war richtig. Er hat das Examen als NLA-Rookie bestanden: «Letzte Saison spielte ich bei Martigny in der ersten Linie, war Topskorer und einer der Teamleader», erzählt Ewgeni Schirjajew. «Ich hatte Fortschritte gemacht und einiges an Selbstvertrauen aufgebaut und fühlte mich bereit für die NLA. Als ich von SCL Tigers-Sportchef Jörg Reber ein Angebot erhielt, musste ich keine Sekunde zögern.» Die Unterschiede zwischen der NLA und der NLB seien vor allem punkto Intensität, Tempo und Härte schon beträchtlich, hat Ewgeni Schirjajew festgestellt, «aber andererseits macht die bessere Qualität der Mitspieler auch einiges einfacher.» Der frühere Schweizer Junioren-Internationale mit Teamkameraden wie Damiano Ciaccio, Roman Josi, Yves Müller und Simon Moser ist einer der ganz wenigen Spieler, die einmal auch mit ihrem Vater in der gleichen Mannschaft gespielt haben.

Die Schirjajews und Jörg Reber
Wenige Tage nach seinem 17. Geburtstag, am 23. September 2006, debütierte Junior Ewgeni in der NLB mit La Chaux-de-Fonds und dem damals bereits 43-jährigen Senior Waleri in der Verteidigung. Im gleichen Herbst traten die beiden Schirjajews auch gegen Biel an, mit Jörg Reber und dem jetzigen SCL Tigers-Verteidiger Manuel Gossweiler in der Abwehr. Ewgeni ist nicht der erste Schirjajew, der in der NLA für die Emmentaler spielt. In der NHL-Lockoutsaison 2004/05 war es Vater Waleri, der damals als Weltmeister 1989 mit der ehemaligen sowjetischen Nationalmannschaft und als Schweizer Meister mit dem SC Bern nach Langnau kam. Zudem war er 1996 mit Jörg Reber und dem HC La Chaux-de-Fonds NLB-Meister geworden und aufgestiegen, und zehn Jahre später gewann er mit dem EHC Biel und Reber erneut die NLB-Meisterschaft.     
17.12.2015 :: Werner Haller
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