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«Darauf können wir sehr, sehr stolz sein»
«Darauf können wir sehr, sehr stolz sein» SCL Tigers:

Am letzten Samstag reisten die SCL Tigers nach Lausanne um Geschichte zu schreiben und um erstmals überhaupt eine Playoff-Serie in der höchsten Liga gewinnen zu können. Nun, Geschichte haben die Langnauer tatsächlich geschrieben. Allerdings ein eher unrühmliches Kapitel. Seit im Schweizer Eishockey die Playoffs in der obersten Spielklasse im Modus «Best of seven» ausgetragen werden – erstmals 1993 als Versuch, später ab 1998 dauerhaft –, kam es in 37 Serien zu einem siebten und allesentscheidenden Spiel. Nie fiel das Resultat dabei derart deutlich aus, wie jetzt. Gleich mit 1:8 gingen die Emmentaler unter, womit ihre sehr erfolgreiche Saison ein jähes und unschönes Ende fand.

Zuvor kamen die SCL Tigers mit einem 5:1-Auswärtssieg und einem 4:2-Erfolg vor heimischem Publikum zurück in die bereits verloren geglaubte Viertelfinalserie. «Wir waren so nah dran und haben es nicht geschafft, diese Chance zu nutzen», sagt Captain Pascal Berger. «Das regt mich auf, nachdem wir uns so sehr in diese Serie zurückgekämpft haben.» So gross der Frust bei Berger und seinen Teamkollegen auch war, so schnell kam die Einsicht, dass man unter dem Strich eine sehr gute Saison gespielt hat. So gut wie seit 36 Jahren nicht mehr, als Langnau die Saison 1982/83 auf dem fünften Rang beendete. «Niemand traute uns zu, dass wir über eine ganze Saison eine solche Leistung zeigen können», so Captain Berger. «Und darauf können wir sehr, sehr stolz sein.»

 

Beste Quali, erster Playoff-Sieg

Man sagt zwar, dass es der letzte Eindruck sei, der jeweils haften bleibe. Im Falle der Tigers-Ausgabe 2018/19 dürfte dies aber nur bedingt zutreffen. Erinnert man sich in einigen Jahren an diese Saison zurück, wird dieses 1:8 zum Abschluss zwar ein Thema sein. Besonders in Erinnerung bleiben werden aber andere Momente. Etwa der erste Playoff-Sieg überhaut in der höchsten Liga, dieses 5:1 im ersten Spiel der Viertelfinalserie. Oder die unglaubliche Stimmung, welche am letzten Donnerstag in der ausverkauften Ilfishalle herrschte, als die SCL Tigers die Waadtländer mit 4:2 besiegten und damit den siebten Match überhaupt erst möglich machten. Oder der Sieg gegen den ewigen Rivalen SC Bern, der im vorletzten Qualifikationsspiel die endgültige Playoff-Teilnahme bedeutete.

Apropos Qualifikation: Diese wird ebenfalls in bester Erinnerung bleiben. Während 50 Runden befand sich Langnau nicht einen einzigen Spieltag lang unter dem Tabellenstrich. Etwas, das die Emmentaler seit Gründung der Zwölferliga im Jahr 2000 zum ersten Mal schafften. Diese beeindruckende Kon-stanz war ausschlaggebend für die starke Saison. Die Schlussworte der Saison gehören dem Captain. Dem kämpferischen Stil von Pascal Berger entsprechend ist es eine klare Ansage: «Wir werden nun die Saison analysieren und dann den Kopf lüften. Dann geht es zurück an die Arbeit. Wir wollen nächste Saison noch einmal einen Schritt nach vorne machen.» 

28.03.2019 :: Christoph Schär
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