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D Hirsche hei Spure hingerlaa
D Hirsche hei Spure hingerlaa

Woni letscht Wuche über Hirsche ha recherchiert, hani uf dr Wandercharte gluegt, wo düre dass die Tier vo Obwaude här ids Flüehli u ids Schangnou dürechöme. Drby sy mir grad zwe, drei uffäuegi Ortsnäme ids Oug gstoche.  

Es isch ja eso, dass dr Hirsch ir Schwyz fasch isch usgrottet worde. Um ds Jahr 1850 hets i üsem Land nume no im Graubünde es paar vereinzelti Hirsche gä. Es paar Jahrhunderti früecher sy die Tier o im Äntlibuech u Ämmitau wyt verbreitet gsy – das zeigt sech o i de Ortsnäme. Scho imene Dokumänt usem Jahr 1573 isch «Hirswengi» erwähnt worde. Hüt seit me däm steile Bärghang a dr Haglere, nördlech vo Sörebärg, entweder «Hirswang» oder «Hirswängi». Ds Wort «Hirs» meint «Hirsch» u das stammt vom authochdütsche «hirz» ab. Dr zwöit Teu, «wang» het die glyche Wurzle wie «Wange» u bezeichnet es steils Gebiet, wo e Chrümmig 

het – äbe grad wiene Backe. 

Zwüsche Sörebärg u Flüehli fingt me wyter d «Hirsegg». O die Bezeichnig dörfti aus Ursprung dr Hirsch ha u nid ds Getreide Hirse. Es git zwar dert dr aut Fasnachtsbruch vom Hirsmändig, wo aube Hirsemuess gässe wird. Ds Wort Hirsmändig chunnt vo «hirzen» u das meint lut em Idiotikon so viu wie «e abentürlechi Fasnachtsuffüehrig mache». Dass uf dr «Hirsegg» vo däm Getreide isch aabout worde, isch o unwahrschynlech, wüu d Hirse, ähnlech wie Mais, viu Sunne u Wermi brucht. Grad bi dr Kantonsgränze u ganz ir Neechi vom Chemmeribodebad gits äbefaus e Ort mitem Name «Hirswängi». Die Aup fingt me scho i Dokumänt usem Jahr 1623.  

Hirsche sy früecher aber wyter verbreitet gsy, aus num im Flüehli u im Schangnou; das gseht me o a de Ortsnäme: D Heimet «Hirsmatt», südweschtlech vo Langnou, sy scho imene Urbar von 1531 z finge, e Teu vom Toppwaud – zwüsche Linde, Oberdiessbach u Chonufinge – heisst «Hirzebrünnli» u zwüsche Bigethau u Schwändi heisst es Heimet «Hirzere». Dä Ortsname toucht äbefaus bereits im 16. Jahrhundert uf. «Hirzere» meint genereu e Ort, wos viu Hirsche het.   

 

 

Queue: «Ortsnamenbuch des Kantons Bern», «Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch», www.idiotikon.ch u wyteri.

Aafrage: 034 409 40 05 oder zuercher@wochen-zeitung.ch

15.11.2018 :: Bruno Zürcher
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