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Chörblichrut u gfüuti Tube

I chume wider zrügg uf ds Choch-buech usem Jahr 1749. I has nämlech die Wuche ändlich übercho u cha itze drinnume blettere. Guet – es isch nume dr Nachdurck vom Benteli Verlag usem Jahr 1970, aber das isch mir glych – dr Inhaut isch natürlech no genau glych. 

D Rezäpt, woni i däm Buech ha gfunge, sy natürlech für die mehbessere Chuchine gsy – es eifachs Burefroueli usem Ämmitau hätti mit däm Buech nüt chönne aafaa. We das Froueli überhoupt hät chönne läse, so hätts de no ds Problem gha, dass es äuä
vo de meischte Zuetate no nie öppis hätti ghört. Weder wou, dr Landvogt, d Pfärrer u die ryche Händler z Langnou hei das scho kennt. 

Wie isch das Chochbuech ufbout? Es fat aa mit de Suppe, nächär chöme Fleischspyse, dr na d Ragout, die gfüute Sache (wie gfüuti Tube), Fisch, Brate, Paschtete, Sosse, Küechli u am Schluss no so süessi Sache. Me cha läse wie me wot, aber es het kes einzigs Rezäpt drinn für Brot, Muess aber o nüt über Gmües. So öppis brucht vermuet-lech niemer, das hets täglech gää u niemer hät imene Rezäptbuech so öppis nache-gluegt. Es het es paar Gmüessuppe drinn. D Zuetate vo de Rezäpt zeige de o grad, mit was me vor 250 Jahr kochet het.

Mitere Gmüessuppe chani zum Byspiu diene: Ds Rezäpt Nummero 4 isch e «gute Kraut Suppe». Aus Gmües isch der Spinet, Schnittzibele, Chörblichrut u Münze erwähnt, wo d Basis vor Suppe isch. Chörblichrut isch hüt nüm i jedem Garte. Scho dr Name isch de Jüngere äuä chum no bekannt. Das Chrut heisst uf Dütsch «Süssdolde» u uf Latinisch «Myrrhis odorata». Es het e süesse, e chly fänchuartige Gschmack. Jedefaus wärde die vier Chrüttli ghacket u mit tou Anke aabrate u nachhär mit ere Fleischsuppe abglöscht.

07.06.2018 :: Hans Minder, Lokalhistoriker
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