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Bi dr «Giwiggi» isch me düre
Bi dr «Giwiggi»  isch me düre

Weme die ganzi Schwyz aaluegt, de gseht me, dass es ussert em Wigge bi üs, nume no zwe wyteri Steue git, wo eso heisse: eini näb dr Lütschine bi Grinduwaud u eini imene Sytetau bi Göschene. Weme das Wigge im Kanton Uri aaluegt, de gseht das sehr ähnlech us wie bi «üsem» Wigge: Zwe grösser Bäch loufe zäme u es het e grossi Strass, wo düregeit. Das es dert überhoupt e grösseri Strass het, ligt sicher a dr Stoumuur, wos bim Göscheneraupsee het, wo uf rund 1800 Meter über Meer ligt. 

Dass Wigge e wichtegi Verbindig vom Äntlibuech mitem Ämmitau isch, het scho dr Ritter Henman vo Grünenbärg gwüsst. Är het dä Ort im Jahr 1417 aus «Gewigg» bezeichnet. U imene Dokumänt usem Jahr 1523 steit de, was Wiggen uszeichnet: «an der wegscheiden». 

Ds Wort «Wiggi» isch e Wyterbiudig vom authochdütsche «wëg». I dr mittuhochdütsche Sprach het sech das de zu «giwiggi» oder «gewigke» gwandlet. D Schribwys «Wiggen» toucht aber scho 1347 uf.  

«Wigge» isch hüt ja es chlyses Dörfli mit sine Hüser ar Strass na. Es git Underwigge, das isch dert, wo dr Bahnhof isch. Ds Gebiet vo der Strasseabzweigig gäge Äschlismatt wird aus Oberwigge bezeichnet. Wyter gits o no Wiggefäld; das isch e Hof Richtig Rämisbach. Chly südlech vor Abzweigig fingt me de ds Wiggeguet u ds Wiggemättili. Natürlech isch o d Wasserchraft gnutzt worde – wes de scho zwe Bäch het. Grad dert, wo d Strass gäge Marbach abhet isch d Wiggemüli. Früecher syg dert o e Saagi betribe worde. «Sine nüw Erbuwne müllÿ Zu wigen», steit imene Beleg usem Jahr 1637. 

Hüt wird, wie gseit, zwüsche Ober- u Underwigge ungerschiede; das isch nid geng eso gsy: Im 17. Jahrhundert hets o d Bezeichnig Gross- u Chlywigge gä: «vff sein an theill In dem Grossen wiggen Guot» oder «das klein wige gütle». Eso Änderige fingt me aber o a angerne Orte;  Houptsach, au wo das Dokumänt ungerschribe hei, sy nache-cho – we si de hei chönne läse. 

Usem Ortsname isch o e Familiename worde u dä het siner Spure de wieder imene Ortsname hingerlaa: E Kurve chly nordöschtlech vo Schüpfheim wärdi aus Wiggersrank bezeichnet. Gebrüchlech syg dert aber o dr Name Chatzelochrank.  

 

Queue: «Ortsnamenbuch des Kantons Bern», «Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch», www.idiotikon.ch u wyteri. Aafrage: 034 409 40 05 oder zuercher@wochen-zeitung.ch

21.11.2019 :: Bruno Zürcher
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