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Besserer Hochwasserschutz in der Längmatt
Besserer Hochwasserschutz  in der Längmatt Eggiwil:

Wegen des schlechten Zustands der Sperren in der Emme auf der Höhe der Firma Arm AG, wurde ein Bauprojekt ausgearbeitet. Sechs Blocksteinriegel sollen eingebaut werden. 

Auslöser des Vorhabens «Längsvernetzung Emme Längmatt» ist der schlechte Zustand der Sperren. «Bereits beim Unwetter im Jahr 2014 wurden diese in Mitleidenschaft gezogen. Für mich ist es ein Wunder, dass sie bis jetzt den Hochwassern Stand gehalten haben», erklärt Gemeinderat Hans Wittwer, der auch das Amt des Präsidenten der Schwellenkorporation Eggiwil inne hat. Da eine Sanierung dieser Schwelle aufgrund der Überfallhöhe nicht bewilligt worden wäre, wurde beschlossen, das ganze Teilstück von der Einmündung des Rötenbachs bis zum bereits ausgeführten Projekt «Emme Holzmatt» zu verbessern. «Ich bin erfreut, dass die letztes Jahr eingesetzten strömungsoptimierten Blockriegel im Gebiet Holzmatt eindrücklich die positive Wirkung auf die Wasserbewohner aufzeigen konnten», betont HansWittwer.  

Fischwanderung möglich

Es ist vorgesehen, verteilt auf dem gesamten Teilstück sechs Blocksteinriegel zur Vernetzung einzubauen. Mittels einer «In-Stream-Revitalisierung», einer geeigneten Massnahme zur Aufwertung von Fliessgewässern, bei der Totholz zum Einsatz kommt, wird die Längsvernetzung wiederhergestellt. «Das Fischereiinspektorat verlangte die Anpassung der Höhe, so dass die Fischwanderung problemlos möglich ist. Dies bedeutet, dass der Überfall bei den Schwellen nicht mehr als 30 bis 40 Zentimeter betragen darf», erläutert Hans Wittwer. Es wird mit Kosten von 760’000 Franken gerechnet. 70 Prozent werden durch Bund und Kanton getragen. Weiter darf mit einem Beitrag von 22,5 Prozent aus dem Renaturierungsfonds gerechnet werden. Zusätzlich wird das Projekt mit 25’000 Franken aus dem BKW Ökofonds unterstützt. Die Restkosten von rund 30’000 Franken werden von der Schwellenkorporation Eggiwil getragen. 

Nächstes Jahr soll gebaut werden

«Für mich steht der Hochwasserschutz im Vordergrund», sagt Hans Wittwer und fügt an: «Durch die weniger hohen Blocksteinriegel wird das Wasser bei Unwettern mit weniger Energie durch das Flussbett fliessen. Dadurch ist mit geringeren Schäden zu rechnen». Es ist vorgesehen, mit dem Bau Anfang 2020 zu beginnen. Die Akten zum Projekt liegen noch bis am 20. September auf der Gemeindeverwaltung Eggiwil auf.

 


12.09.2019 :: Christine Mader
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