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Auf dem Weg nach Peking mit dem Traum: Olympiadiplom
Auf dem Weg nach Peking mit dem Traum: Olympiadiplom Snowboardcross:

Die Schangnauerin Sina Siegenthaler weist mit ihren 18 Jahren ein beachtliches Palmarès auf. Doch sie will noch mehr: Ein Olympia-diplom in Peking ist ihr Ziel.


 

Im Gespräch mit ihr wird schnell klar, dass sie sich nicht auf Erfolgen ausruht. Das Ziel Olympia in Peking 2022 schwebt über allem, was aktuell im Leben der Schangnauerin geschieht. 

Begonnen hat ihre Reise an die Spitze der Sportwelt schon früh. Mit vier Jahren steht sie das erste Mal auf einem Snowboard, findet Gefallen am Wintersport. Es folgen Versuche in verschiedensten Sportarten, unter anderem Jiu Jitsu und Schwingen. Durch eine vom lokalen Skiclub motivierte Teilnahme an einem Snowboardcross- Rennen, welches sie direkt gewinnen kann, verliebt sie sich in die Sportart. Es folgt ein steiler Aufstieg an die nationale Spitze. Da ihre beiden Geschwister ebenfalls sportlich aktiv sind, wird das Geld knapp. «Meine Eltern sind immer meine grössten Unterstützer, doch irgendwann reichte der Pösteler-Lohn meines Vaters nicht mehr für die Hobbys aller drei Kinder», erklärt sie lachend. Es begann die Suche nach Sponsoren. 

 

Das Leben als Athletin

Durch ein Nachwuchsprojekt eines gewissen Telekommunikationsunternehmens und erfolgreich absolviertem Bewerbungsprozess findet sich schliesslich ein Kopfsponsor. Dieser Vertrag läuft im Frühling aufgrund der Altersbeschränkung aus. Privat hat Sina Siegenthaler im Juli die KV-Lehre abgeschlossen, arbeitet aktuell aber im Stundenlohn, um sich voll auf die anstehende Saison vorbereiten zu können. Als Mitglied des A-Kaders von Swiss-Ski werden ihr alle Trainingseinheiten auf Schnee sowie die Reisen an die verschiedenen Events bezahlt. Durch den Sommer hindurch wird allerdings ein individuelles Training verlangt, welches vom Athleten selbst finanziert werden muss. Dies beinhaltet einen persönlichen Fitnesscoach und regelmässige Tests als Leistungsnachweis. 

 

Das Potenzial ausschöpfen

Als langfristiges Ziel will die Schweizermeisterin ein Olympiadiplom von Peking ins Emmental mitbringen. Auf die Frage, was sie besser mache als andere ambitionierte Jungsportler, antwortet sie selbstbewusst und überlegt: «Ich bin sehr diszipliniert, motiviert und extrem positiv eingestellt. Trotz meiner Erfolge, spüre ich noch grosses Potenzial, das ich mit gesteigertem Aufwand bis 2022 voll ausschöpfen will». Dieser gesteigerte Aufwand finde sich in individualisierten Trainings, sowohl im physischen als auch im mentalen Bereich. Damit stellt sich wieder die Frage der Finanzierung. Hätte ihr jemand gesagt, dass die Suche nach Geldgebern so schwierig würde, sie hätte es nicht geglaubt, meint die Snowboarderin. 

 

Die Sache mit dem Geld

Mittels Crowdfunding sammelt sie nun Unterstützung für ihre Reise nach Peking. Frei nach dem Motto: «jeder Franken zählt», kann man noch bis zum 1. September spenden, kriegt als Gegenleistung von Sina Siegenthaler selbst organisierte Aufmerksamkeiten. Das zugesicherte Geld erhält sie zu hundert Prozent, sobald die erforderliche Finanzierungsschwelle überschritten wird. Zudem hat sich Sina Siegenthaler bei der schweizerischen Sporthilfe um Unterstützung beworben. Voraussetzung dafür ist eine Swiss-Olympic-Bronze-Karte, welche sie dank ihrer jüngsten Leistungen nun besitzt. 

Beruflich voll auf den Sport setzen ist vorläufig nicht das Ziel; die Fern-Berufsmatur sei der nächste Schritt, erklärt die 18-Jährige. Erstmal steht nun aber der nächste Weltcup-Winter vor der Türe. Das Ziel der amtierenden U21-Weltranglistenersten ist ein Gesamtrang unter den ersten 10. Dies wird aber nur der nächste Schritt sein auf dem langen Weg von Sina Siegen-thaler nach Peking. 

Mehr Informationen unter:

www.lokalhelden.ch/mein-weg-nach-peking-2022 oder www.sinasiegenthaler.com


 

29.08.2019 :: Yanick Etter
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