Anmelden
Am Schwimmtag von PluSport haben alle Chancen, zu gewinnen
Am Schwimmtag von PluSport  haben alle Chancen, zu gewinnen Schwimmen:

Der Schwimmtag des Behindertensports PluSport fand im Hallenbad Langnau statt. Zahlreiche Sportlerinnen und Sportler kämpften um den Sieg in drei Disziplinen.

Es ist halb neun Uhr morgens, kurz vor Wettkampfbeginn. Einige der Schwimmer sind sichtlich nervös, andere sitzen ruhig da und wieder andere nehmen es locker. «Ich will vor allem Spass haben und mit den anderen zusammensein», sagt beispielsweise Silvia Reuteler, eine fröhliche Frau mit roten, kurzen Haaren und diversem Körperschmuck. Sie ist eine von 19 angereisten Wettschwimmer der Schwimmgruppe Grosshöchstetten. Diese gehört zur Behinderten-Sportgruppe Konolfingen (BSK). Sie wie auch der Gastgeber des Schwimmtages, PluSport Oberemmental, sind Teil von «PluSport Behindertensport Kanton Bern». Das Ziel ist es, Menschen mit Beeinträchtigungen sportlich zu fördern. Die Spannweite reicht vom Breitensport bis hin zum Spitzensport und umfasst mehrere Sportarten. Wie diese Förderung am Beispiel der Schwimmgruppe Grosshöchstetten aussieht, erklärt deren Trainer Armin Graber so:  «Jeden Montagabend kommen an die 45 Leute in den Schwimmunterricht im Hallenbad Grosshöchstetten. Vier Bahnen sind jeweils für uns reserviert für Aquafit, freies Schwimmen und für die Schwimmer, die an Wettkämpfen teilnehmen. Letztere trainiert Armin Graber eher spielerisch, damit die Motivation nicht darunter leidet. 

Die Differenz machts aus

Rund 150 Erwachsene aus dem ganzen Kanton Bern und einige Gäste aus Zürich messen sich an diesem Samstagvormittag in drei Disziplinen, aufgeteilt in mehrere Kategorien. Nebst dem 50-Meter-Wettschwimmen und der 4x25-Meter-Staffel sticht vor allem das Differenzschwimmen he-raus. Dabei geht es darum, in zwei Durchgängen jeweils eine Länge (25 Meter) zu schwimmen. Die Zeitdifferenz zwischen dem ersten und dem zweiten Durchgang zählt. Wer die kleinste Differenz vorweisen kann, gewinnt. «So haben auch schwächere Schwimmer eine Chance», erklärt Armin Graber das Prinzip. 

Silvia Reuteler findet das Differenzschwimmen die schwierigste Disziplin. Entsprechend erleichtert ist sie nach ihren zwei Durchgängen. «Ich habe nur eine Sekunde Unterschied!», freut sie sich. Für den Sieg reicht es zwar nicht, aber es ist immerhin eine gute persönliche Leistung.

Der Stil ist frei

Interessant sind die verschiedenen Schwimmstile der Wettkampfteilnehmer. Jeder schwimmt so, wie es ihm am einfachsten geht. Vom sogenannten Hundeschwumm bis hin zum profimässigen Kraul ist alles vertreten. Silvia Reuteler bevorzugt das Brustschwimmen, andere haben wegen eines körperlichen Handicaps eine ganz eigene Technik entwickelt. Wie beispielsweise ein halbseitig gelähmter Mann, der nur mit einem Arm krault und so erstaunlich gut vorwärts kommt. Das kommt nicht von ungefähr, wie Armin Graber weiss: «Das ist ein ehrgeiziger Schwimmer.» 

Insgesamt ist Graber, der auch technischer Leiter der Behindertensportgruppe Konolfingen ist, zufrieden mit den Resultaten seiner Schützlinge: «Wir haben in allen Disziplinen Medaillen gewonnen», sagt er. «Am Montagabend feiern wir das!» 

 

08.11.2018 ::
Meistgelesene Artikel
Der Kummer meines Partners fand kürzlich keine Grenzen: «Schau mal diese Tomaten an, die...
Stefan Portmann ist Grasski-Weltmeister
Grasski: Mit zwei hervorragenden Läufen im Riesenslalom erreichte der Lokalmatador Stefan Portmann sein...
Jeder Mensch ist religiös. Ich meine damit, dass jeder Mensch die Fragen nach dem Woher und...
Wicki und Aeschbacher greifen nach der Krone
Schwingen: Nun dauert es nicht mehr lange: Am Samstagmorgen beginnt das Eidgenössische mit dem Einmarsch...
Im Totalwaldreservat die Natur 50 Jahre sich selbst überlassen
Trub: Ein Totalwaldreservat wird während 50 Jahren sich selbst überlassen. Im Kanton Bern...
Wochen-Zeitung
Brennerstrasse 7
3550 Langnau i. E.
Tel. 034 409 40 01
Fax 034 409 40 09
info@wochen-zeitung.ch
Redaktion: 034 409 40 05
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07:30 - 12:00 Uhr
13:30 - 17:00 Uhr