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Alphornkonzert in der Kirche
Langnau:

Nebst dem Alphornkünstler Arkady Sihlkloper waren am Konzert in der Kirche die Organistin Annette Unternährer-Gfeller und das Alphorntrio I Cornuti mit von der Partie.

Die zahlreich erschienenen Zuhörer am Alphornkonzert in der reformierten Kirche letzten Donnerstag durften sich an einem spannenden Programm erfreuen. Zu Beginn gab es ein schnelles Stück von Res Stalder. Eine Berggipfel-Melodie und die fünfsätzige Komposition Alpentrail von Arkady Sihlkloper folgten. Four brothers passte bestens zum Spiel der vier Alphornfreunde. Die Komposition im Hammam von Reto Mettler weckte Vorstellungen von einem entspannten, schwitzenden Körper. Auf der Orgel ertönte ein harmonisches Präludium von Felix Mendelssohn, eine ausgeschriebene Improvisation von Josef Gabriel Rheinberger, ein Walzer für Drehorgel von Wolfgang Amadeus Mozart und ein bekanntes Volkslied.

Vierstimmige Alphornklänge

Ebenso abwechslungsreich war die Interpretation. Hans Stettler, Reto Mettler und Christian Lehmann füllten gemeinsam mit ihrem russischen Gast den Kirchenraum wundervoll aus mit vierstimmigen Alphornklängen. Arkady Sihlkloper liess kraftvolle Melodien über dem Klangteppich der Formation I Cornuti erklingen. Auch seine Solostücke spielte er meisterhaft mit unerwarteten Klängen, etwa kurze, stark rhythmische Töne oder dröhnende Flugzeugmotoren, die er mit Aufblasen der Backen erzeugte. In Erinnerung an einen 3000 Meter hohen Berg in Colorado blies er eine weitschweifende Melodie zur Orgelbegleitung. Nebst den wohlklingenden klassischen Stücken spielte die Organistin als überraschende Eigenkreation Variationen zum Schlaflied «I ghöre es Glöggli». Mozarts Walzer tönte echt wie auf einer Drehorgel.

Den Abschluss des Konzertes bestritten alle Musiker gemeinsam mit dem Stück Quartorg, das Hans Stettler mangels Noten für diese Besetzung selber komponierte. Das Thema bestand in einer traurigen Melodie aus Quinten in Moll und Variationen in Dur, fröhlich und jazzig gespielt mit kurzen Pausen drin, die dem Stück Pep verliehen. Dazwischen waren Orgelsolos eingebaut und zuletzt kam ein fulminanter Schluss. Das tolle Konzert bescherte den Zuhörern einen unterhaltsamen Abend und fand grossen Anklang. 

14.03.2019 :: sal.
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