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WOCHEN-ZEITUNG FÜR DAS EMMENTAL UND ENTLEBUCH
Mittwoch, 8. September 2010  
         
  ORTE & NAMEN: Chätterech

02.09.2010 wz Die Bezeichnung «Chätterech» geht auf ein lateinisches Wort zurück und zwar «cataracta», was Wasserfall bedeutet. Das Wort bezeichnet aber auch eine Geländerinne, in der kein Wasser fliesst. Häufig wurde in solch steilen Wegen oder eben Rinnen Holz zu Tale gefördert – und solche findet man im «Chätterech» gleich mehrere.
Wer zum Hof «Chätterech» gelangen will, fährt von Schüpfheim Richtung Flühli und biegt dann kurz vor Klusen rechts ab. Den Ort findet man auch in historischen Dokumenten, so etwa in den Aufzeichnungen der Gülten der Landvogtei Entlebuch aus dem Jahr 1624; hier wurde das Heimet «kätterich» geschrieben. Der Ortsname wurde ziemlich lange mit «k» geschrieben, ein «c» taucht erst Ende des 18. Jahrhunderts auf.
Weiter findet man verschiedene Kombinationen, etwa «Chätterechgrabe», «Chätterechmoos» oder «Chätterechwald». Ausgestorben – also heute nicht mehr benutzt – werden die Bezeichnungen «Kätterech Gustiweidli» und «Kätterechweidli».


«Orte & Namen» – wie Orte zu ihren Namen kamen. Quellen: «Ortsnamenbuch des Kantons Bern», «Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch» und weitere. Kontakt: Bruno Zürcher,
034 409 40 05 oder zuercher@wochen-zeitung.ch



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