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AUSZEIT: Zweifaches Löschwasser
04.02.2010 Rudolf Vogel
Am Freitag, 5.Februar, ist der Gedenktag der heiligen Agatha, die um das Jahr 250 während einer Christenverfolgung in Catania den Märtyrertod erlitt. Die Legende erzählt, dass am ersten Jahrestag von Agathas Tod der Lavastrom aus dem Ätna, der die Stadt Catania bedrohte, durch einen weissen Seidenschleier aus ihrem Grab von der Stadt abgelenkt wurde. Dieser Schleier sei zudem mehrfach bei Prozessionen vom Wind davongetragen worden und habe so den Ausbruch des nahe gelegenen Ätna angekündigt. Die heilige Agatha wurde schon im Mittelalter als Patronin der Feuerwehren verehrt. In Escholzmatt und in vielen anderen Gemeinden wird darum am Samstag nach Agathatag jeweils ein Gedächtnisgottesdienst gefeiert und anschliessend die Jahresversammlung gehalten. Für das Volk ist die Teilnahme an diesem Gottesdienst eine willkommene Gelegenheit, den Feuerwehrleuten für ihre nicht immer leichten und oft auch gefährlichen Einsätze zu danken. Umfragen bestätigen es immer wieder neu: Die Feuerwehren gehören zur Berufsgruppe mit dem höchsten Ansehen in der Gesellschaft. Von diesem Lob dürfen sich alle Feuerwehrleute, also auch jene, die nicht einer Berufsfeuerwehr angehören, zu Recht ein Stück abschneiden. Brandbekämpfung ist die Hauptaufgabe der Feuerwehren. Dabei denke ich nicht nur an die Brände im wörtlichen, sondern auch an jene im übertragenen Sinn. Darum setzen unsere Feuerwehren auch ein doppeltes Löschwasser ein: eines gegen das physische Feuer und eines gegen das Feuer des gierigen, gefrässigen Egoismus; gegen den sie mit ihrem Einsatz zum Wohl der Gemeinschaft ein deutliches Zeichen setzen. Für diesen doppelten Einsatz wünschen wir allen Feuerwehrleuten weiterhin den Beistand der heiligen Agatha.
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ORTE & NAMEN: Chätterech
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