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«The Brand New Rhythm» kam für ein spontanes Gastspiel ins Emmetal
LANGNAU: Deep Funk – made in New York
20.06.2002 Deep Funk war im Il Caffe angesagt: Sechs New Yorker Musiker spielten Funk, wie er in den siebziger Jahren gespielt wurde. Die Band, «The Brand New Rhythm», konnte kurzfristig für einen Auftritt in Langnau gewonnen werden.
Marianne Reber
Daniel Werren, Chef des Il Caffe, erlebte «The Brand New Rhythm» in der Thuner Kultkneipe Mokka. Eine Woche später spielt sie in seiner Cafe-Bar in Langnau. «Ich habe sie direkt von der Bühne aus engagiert», erzählt Werren. «The Brand New Rhythm» besteht aus sechs Musikern. Sie kennen einander noch nicht lange. «Sie sind eine Zuchtperle», erklärt DJ Bobesch, ihr Manager. Er organisiert die Gigs in der Schweiz und begleitet die Band. «Die Musiker wurden von New Yorker DJ’s gezielt gesucht, um Deep Funk zu spielen.»
Funk wie in den Siebzigern Deep Funk: ursprünglicher, unverfälschter, purer Funk. Ohne Verzerrer, ohne modernen elektronischen Schnick-Schnack. Die Instrumente sind alt. Die Hammondorgel, die Gitarren, das Schlagzeug stammen aus den Siebzigern, das Saxophon sogar aus den Dreissigerjahren. Die Musiker: Billy Grant, Bassist und stimmgewaltiger Sänger, ist in New Yorker Hip-Hop-Kreisen bekannt. Ebenso Drummer und Energiebündel Chris Flück. Der Hammond-Spieler Chris Lohr besitzt einen Plattenvertrag mit dem bekannten Acid-Jazz-Label. Der gebürtige Mexikaner Mark Hauser spielt das Saxophon. Aus Calypso-Kreisen wurde der karibische Percussionist Lennox Biscette geholt. Im Calypso (die schnelle Version des Reggae) wird das Conga sehr schnell gespielt, so schnell, wie es auch im Deep Funk sein muss. Der Gitarrist Loris Peloso stammt aus Belgien und ist im Jazz zuhause.
Wenig Leute, grosse Party Die Band spielte zur falschen Zeit (Donnerstag Abend) am falschen Ort (Langnau). Und weil die Band erst sehr kurzfristig engagiert werden konnte, gab es keine Möglichkeit, die Werbetrommel kräftig zu rühren. Zudem war ein wunderschöner Sommerabend, an dem die Leute lieber draussen blieben, als in ein brütend heisses Konzertlokal zu gehen. Der hohe Eintritt (25 Franken) hielt auch noch ein paar Besucher ab, zumal man die Musik auch auf dem Platz vor dem Elite bestens hörte. Schliesslich sei die Akkustik in diesem Lokal, laut DJ Bobesch, nicht besonders hervorragend. Schlechte Voraussetzungen für ein fetztiges Konzert mit bester Besetzung. Wer sich aber von alldem nicht beirren liess, wurde umso mehr belohnt. «The Brand New Rhythm» spielten groovigen Sound – die Zuhörer erlebten eine heisse Party. Zu Beginn noch etwas kritisch, stand bald niemand mehr still. Schade für all jene, die diesen Event verpassten. Kleiner Trost: Nächsten Winter kommt ein Album dieser Funkband heraus.
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