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Mysteriöses Wochenende
EGGIWIL: Dank Abdullah eine «Toplocation»
27.03.2008 Im «Hirschen» in Eggiwil tummeln sich Investoren und Prominente. Auch der Investor von «Equiville 3500», Scheich Abdullah ar Malzan as Moloch, ist mit seiner Frau angereist. Bald wird sich das verschlafene Dörfchen zur neuen «Toplocation» mausern.
Lisa Blaser
Mein Name ist Jacqueline, meines Zeichens Reporterin des Lifestyle TV- Magazins «High life». Mit meinen zwei Kameramännern erwische ich jede noch so peinliche, interessante und dramatische Situation aus dem Promileben. Und in Eggiwil wird es dank des grossen Aufschwungs von Prominenten bald nur so wimmeln. Wir befinden uns im Gashof Hirschen in der Emmenstube. An den Wänden hängen die ehrgeizigen Projekte von Investoren und natürlich diejenigen des Stararchitekten Jean Potache-Marozzi. Als ich meinen geschulten Promiblick durch die Menge schweifen lasse, entdecke ich sofort zwei berühmte Musiker. Ich pirsche mich an Pete Doherty und Amy Winehouse heran, um sie nach den Gründen ihres Aufenthaltes in Eggiwil zu fragen. «Na ja», meint Pete, «uns wurde die Landluft empfohlen», «und da wir gerade aus der Entzugsklinik kommen», beendet Amy den Satz, «dachten wir, es wäre eine gute Umgebung, um von den Drogen wegzukommen. Übrigens sind wir bereits seit zehn Stunden clean!» Der grosse Sprung nach vorn In diesem Augenblick erscheint Bernadot Wiedeking, der Professor für Interreligiöse Figurengestaltung, und kündigt die Ankunft des Scheichs an. Die Meute aus Investoren, Promis und Möchtegernpromis wälzt sich nach draussen. Dort nimmt Gemeindepräsident Erich Jost (SVP) gerade sein Begrüssungsgeschenk entgegen. Ein tolles aufblasbares Reise-Minarett. Der Scheich raunt Jost ins Ohr, er habe gehört, dass sie in der Schweiz Probleme mit Minaretten hätten. «Was mit Minarett? Neinei», da hätten sie keine Probleme, «aber merci viumau», und er fügt noch hinzu: «Tänk ju!». Es ist dieser aufgeschlossene Präsident, dem das Eggiwil die Wegbereitung für den grossen Sprung nach vorne verdankt. Erich Jost hatte sich an St. Moritz und Andermatt orientiert und befunden, dass solch ein Aufstieg auch für Eggiwil drinliegen müsste. Er nutzte sein Beziehungsnetz und holte den Architekten Jean Potache-Marozzi an Bord. Dieser wiederum legte ihm den Bau einer Formel-1-Strecke nahe und brachte gleich den Hauptinvestor, Scheich Abdullah, ins Eggiwil. Formel 1 in Eggiwil Draussen wende ich mich an Abdullahs Gemahlin, Lady Farina, um von ihr exklusiv die neusten Schmink- und Modetipps zu erhalten. Doch die arabische Schönheit hat anderes im Kopf als Körperpflege: Sie ist die erste Rennfahrerin mit Tchador und wird für den neuen schweizerisch-saudische Rennstall Arm-Malzan in «Equiville» richtig Gas geben. Natürlich nur mit hochwertigem Benzin, welches der saudische Investor Eggiwil zum Spezialpreis verkauft. Eine Moschee zwischen dem «Bären» und dem Altersheim wird die gelungene interkulturelle Zusammenarbeit bekräftigen. Unter den Gästen erspähe ich mittlerweile die grüne Fraktion «Green Heart», sowie Fürst Maximilian und seine Frau Gloria von und zu Sachsen ohne Gehalt. Die beiden wollen jedoch lieber anonym bleiben und verweisen auf persönliche Probleme. Apropos Fürsten: alle, die noch zögern, in Eggiwil ein Domizil zu beziehen, werden sich von einer Flat-Rate von nur 0,2 Prozent bestimmt überzeugen lassen! Mörderische Aufnahmen Begleitet von Broadwaystar Alec widmen sich alle genüsslich dem Essen. Auf den Fernsehbildschirmen verfolgen wir dabei die Ausflüge eines kleinen Staubsaugers mit integriertem Aufnahmegerät. Auch dies ein originelles Geschenk des Scheichs. Doch was müssen unsere unschuldigen Augen sehen? Blut bedeckt den Boden des Requisitenzimmers. In einer Ecke liegt reglos die dazugehörige Person. Sofort eilen einige Gäste hinauf, doch jede Hilfe kommt zu spät. Um den Zwischenfall aber nicht zu sehr ins Rampenlicht zu stellen, betritt Alec ebendieses und singt uns über die Tragödie hinweg. The show must go on! Auch der folgende Tag hat an Spannung einiges zu bieten. Schlangenfunde, die öffentliche Gemeindeversammlung und weitere mörderische Zwischenfälle lassen keine Langeweile aufkommen. Und sollte sich ob all der Vorkommnisse Nervosität breit machen, zerstreut uns Scheich Abdullah schon mal mit einem Witz – auf Arabi
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