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Schöne Tiere an der Starparade
LANGNAU: Taissa – die hübsche Blondine aus dem Emmental
11.03.2010 Bereits zum 15. Mal trafen sich Viehzüchter mit 140 Jungkühen und 20 Rindern zur Emmentaler Starparade in Langnau. Mit dabei war auch die Simmentaler Kuh Taissa.
Sonja Beer
Taissa ist eine knapp vier Jahre alte Blondine aus dem Stall von Daniel Salzmann, Eggiwil. Am Sonntag durfte sie bereits zum zweiten Mal an der Starparade teilnehmen. Jeder Züchter, der dort eine Kuh ausstellen will, muss sie an eine Vorschau bringen. Dort werden die Tiere von Viehschauexperten rangiert. Nur die Schönsten dürfen dann nach Langnau. Zum ersten Mal war für sämtliche Simmentaler Kühe die Vorschau in Eggiwil. Taissa wurde als würdig befunden, als Starkuh zu kandidieren. Für die meisten Züchter ist bereits die Teilnahme eine Ehre. So auch für Daniel Salzmann: «Insbesondere für uns Simmentaler Züchter ist dies von grosser Bedeutung, da wir im Emmental in der Minderheit sind.» So konnte an der diesjährigen Starparade auch wieder eine separate Kategorie mit zehn Simmentaler Kühen präsentiert werden. Vorbereitungen für den «Laufsteg» Für den Züchter beginnen die Vorbereitungen jeweils früh. Daniel Salzmann hatte Taissa bereits für die Vorschau vorsichtig geschoren, die Klauen geschnitten und fein säuberlich gewaschen. Für die ausstellungserprobte Taissa stellte das tägliche Training mit der Halfter kein Problem dar: «Sie weiss um was es geht», bestätigt auch ihr Besitzer. Doch ein paar übermütige Luftsprünge konnte auch sie sich nicht verkneifen. Bald gilt es ernst… Die Nacht von Samstag auf Sonntag wurde für Taissa und ihren Besitzer kürzer als gewohnt. Damit sich das Euter an der Ausstellung möglichst schön präsentiert, molk Daniel Salzmann seine Kuh etwas früher. Das schon fast üblich kalte Starparadenwetter hielt auch dieses Jahr Einzug. Vorsichtshalber wurden früh morgens die Schneeketten montiert. Im Viehanhänger bekam Taissa Gesellschaft von der Nachbarskuh Pia. Bis um halb neun mussten alle Tiere auf dem Platz sein. Nach einer Dusche mit dem Hochdruckreiniger liess sich Taissa an ihrem Platz im sauberen Stroh trocknen. Es dauerte fast bis Mittag, bis endlich die Startnummer 120 an die Reihe kam. Langsam verstärkte sich bei Kuh und Besitzer das Kribbeln. Daniel Salzmann sprayte das Euter mit weisser Kreidenflüssigkeit, so dass die Adern gut zur Geltung kommen. «Auch bei den ‹Blonden› ist sauberes Weiss schön», erklärt er schmunzelnd. Ein letztes Mal das Fell bürsten, und dann darauf achten, dass die Kuh sich nicht mehr verschmutzt. Nach einer knappen Runde im Sägemehl Ring war für den Richter Stefan Schuhmacher die Entscheidung in der Kategorie Simmental gefallen. Taissa stand an erster Stelle, sie war somit Kategoriensiegerin und Rassensiegerin. Mehr als Geld für harte Arbeit Entspannung machte sich bei Daniel Salzmann breit und er meinte zufrieden: «Das ist ein Teil Lohn für die tägliche Arbeit mit den Kühen. Das Schöne für mich ist, Beruf und Hobby verbinden zu können.» Nach der Mittagspause durften sich die vier besten Kühe jeder Kategorie nochmals für eine Runde im Ring präsentieren. Danach war für Taissa die Ausstellung beendet. Ein glücklicher Besitzer konnte sie nach Hause transportieren, wo die Schöne nach dem Melken ausruhen und sich von den Strapazen erholen konnte. Für Daniel Salzmann hat dieser Erfolg besondere Bedeutung. Er hat Taissa selber gezüchtet und auch schon ihre Mutter und Grossmutter standen in seinem Stall. Für Nachfolge ist gesorgt, denn auch Taissa hat bereits ein Kuhkalb geboren… Emmentaler Starkuh 2010 heisst Rosalina Zur schönsten Kuh an der Starparade 2010 wurde Rosalina von Niklaus Hofer, Oberdiessbach, gekührt. Die Kuh mit dem schönsten Euter war Gerbera aus dem Stall von Werner Voramwald, Heimisbach. Weitere Titel gingen an Ueli Aeschlimann, Trub als Starzücher, an Res Thomi, Eggiwil, zur All-Star-Siegerin und an Roman Siegenthaler, Biembach, zum Starrind.
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