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WOCHEN-ZEITUNG FÜR DAS EMMENTAL UND ENTLEBUCH
Donnerstag, 9. September 2010  
         
  Gohlhauswehr wird abgesenkt
LÜTZELFLÜH: Das Flusswasser erhält mehr Platz

11.03.2010 Im Unterdorf von Lützelflüh trat das Wasser der Emme bereits zwei Mal über und verursachte Schäden an den Liegenschaften. Ab Sommer 2011 sollen die Bewohner das Wasser nicht mehr fürchten müssen.

Simon Wälti

 In den Jahren 2005 und 2007 wurde der Raum Gohlhaus überschwemmt. 50 Liegenschaftsbesitzer haben sich darauf an den Schwellenverband Emme 2. Sektion gewandt mit der Bitte, Massnahmen gegen das Hochwasser einzuleiten. Der Verband hat ein entsprechendes Hochwasserschutzkonzept erarbeitet. Ab Frühling 2011 sollen sie den Unwettern ruhig entgegen sehen können. Auch die drei Brücken – die Holzbrücke, die Kantonsstrasse und die BLS-Brücke – werden besser geschützt sein.
Sicherheit im Vordergrund
Das Hochwasserschutzkonzept sieht vor, die bestehende Betonsperre Gohlhauswehr um 80 Zentimeter abzusenken, damit mehr Wasser unter der Brücke durchfliessen kann. Zugleich wird die Gerinnesohle abgesenkt und verbreitert, damit das Wasser mehr Platz hat. Um auch der Sicherheit der drei Brücken Rechnung zu tragen, werden die Brückenfundamente abgesenkt.
Bei den Bauarbeiten wird dem Projekt der Kraftwerk Gohlhaus AG, die den Bau eines Kleinwasserkraftwerks bei der Gohlhauswehr vorsieht, Rechnung getragen. «Schon vor einigen Jahren war der Bau eines Kraftwerkes ge-
plant», erklärt Fritz von Gunten, Präsident der Kraftwerk Gohlhaus AG. Aber die Hochwasser im 2005 und 2007 brachten das Projekt zum Stillstand. Im Moment läuft das Konzessionsverfahren. Aufgrund dessen und des Neubaus der Hochwasserschutzmassnahmen wird dann das Gesuch neu aufgelegt.
An der Linienführung der Emme wird keine Änderung vorgenommen, und die bereits bestehende Fischpassmauer wird nur den neuen Bauten angepasst. Mit den Arbeiten soll im kommenden Herbst oder Winter, also in einer wasserarmen Zeit, begonnen werden. Sie werden rund acht Monate dauern. Die Baukosten sind mit 2,5 Millionen Franken veranschlagt. Nachdem nun die Auflagefrist verstrichen ist und keine Einsprachen eingegangen sind, geht das Geschäft an das Kantonale Tiefbauamt für die Bau- und Kreditbewilligungen und anschliessend an das Bundesamt für Umwelt für weitere Subventionen.



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