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Donnerstag, 9. September 2010  
         
  20 Jahre «Groase»
GROSSHÖCHSTETTEN: Ein Raum für die Ideen und ­Wünsche der Jugendlichen

04.03.2010 Sowohl Erwachsene als auch Jugendliche trafen sich am 27. Februar im Jugendtreff «Groase» in Grosshöchstetten zum 20-Jahr-Jubiläum der Oase für Musik, Spass und Freunde.

Lilian Wegmüller

 Fast genau vor 20 Jahren, am 24. Februar 1990, öffnete der Treffpunkt für Jugendliche zum ersten Mal seine Türen. Grund genug, zu feiern, denn der Jugendtreff blieb seit damals immer eine Anlaufstelle für Jugendliche, die ihre Freunde treffen und einen schönen Abend ohne Alkohol, Rauchen oder Drogen verbringen wollen. So war es natürlich auch vergangenen Samstag, als in dem Kellerraum, wo sich der Treff befindet, ein Singstarwettbewerb veranstaltet wurde. Mehrere 14- bis 18-Jährige sammelten sich um eine Leinwand, auf der ihre Singergebnisse durch einen Beamer gezeigt wurden. Immer zwei der Mädchen und Jungen hielten ein Mikrofon in der Hand und sangen ein Lied, dessen Text auf der Leinwand erschien. Durch zwei, den Tonhöhen angepassten Balken, war durchgehend sichtbar, wie viele Töne getroffen wurden und welche danebengingen. Am Schluss gab es dann ein Balkendiagramm wie bei «Wetten dass…?», das die Sänger zu Superstar, Sternchen, Amateur oder Nichtskönner kürte und so der Sieger erkoren werden konnte.
Weshalb die «Groase» beliebt ist
Die Jugendlichen treffen sich hauptsächlich aufgrund ihrer Freunde dort, um Spass zu haben und weil es der nahegelegenste Ort ist, um zusammen zu kommen. Der Jugendtreff bietet viele Möglichkeiten, Spass zu haben und auch eigene Projekte auf die Beine zu stellen. So wird zum Beispiel der Kellerraum immer wieder von den jugendlichen Besuchern auf kreative Weise umgestaltet, wodurch er stets dem Zeitgeist folgt und interessant bleibt. Alles mit minimaler erwachsener Betreuung und in geschütztem Rahmen, denn einige Regeln muss auch der Jugendtreff haben. Seit der Eröffnung haben sich diese Vorschriften durchwegs etwas geändert. Früher war es hauptsächlich ein Treffpunkt für Schulabgänger und heute sind auch Teenager ab der 7. Klasse willkommen. Mit verschiedenen Anlässen wie Filmnächten oder Konzerten, die mit den Jugendlichen gestaltet werden, lockt die «Groase» jeden Freitag zehn bis 40 Mädchen und Jungen aus der Umgebung her und ist somit seit 20 Jahren immer noch gut besucht.
Begegnung von einst und heute
Im selben grossen Raum, der nur durch ein paar Säulen und Wände ein wenig unterteilt wird, befinden sich auch eine Bar, ein Billardtisch und ein Töggelikasten, der zeitweilen von den erwachsenen Besuchern belagert wurde. Sie bestanden aus Eltern und ehemaligen Gründern des Jugendtreffs sowie jetzigen Mitarbeitern. Wobei einige beides sind, Mitarbeiter und Eltern, denn die Groase wird oft von Eltern unterstützt und lebt von der Freiwilligenarbeit.
Am Billardtisch nebenan versuchten vor allem die männlichen Jugendlichen ihr Können zu zeigen, während die Mädchen das Playstation-2-Spiel «Singstar» bevorzugten. Die Bar wurde von Zeit zu Zeit von zwei Billardspielern besetzt und bot nicht-alkoholische Getränke sowie Nüssli und Wurst.

Die Geschichte des Treffs
Der Wunsch nach einem Lokal für Jugendliche war schon einige Jahre vor der Eröffnung des fixen Jugendtreffs ein Thema in Grosshöchstetten. Davor organisierte der Verein an verschiedenen Orten im Dorf Discos, Diskussionsanlässe, Filmabende und mehr. An der Gemeindeversammlung 1988 wurde dann beschlossen, den Umbau des Kellerraumes einer alten Drogerie mit 75‘000 Franken zu finanzieren. Dadurch wurde der Bau des heute noch immer in diesem Kellerraum situierten Jugendlokals gewährleistet. Durch die Unterstützung der Eltern wie auch der Kirchgemeinde und der politischen Gemeinde Grosshöchstetten wurde die «Groase» bis jetzt erfolgreich geführt. Die Jugendlichen gestalten das Lokal mit ihren Ideen und Projekten für die sie, durch die offene Jugendarbeit, Raum bekommen.
Obwohl es auch weniger erfolgreiche Jahre mit durchschnittlich etwa sieben Besuchern gegeben hat, hat sich die Jugendoase bis jetzt
erhalten und ist ein Ort der Jugendlichen Kreativität geblieben.






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