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Ehre für herausragende Personen und Vereine
SUMISWALD: Rund um die Uhr auf Trab – hierfür gibts eine Urkunde
04.03.2010 Sumiswald ehrt alljährlich seine herausragenden Sportler, sowie Vereine und Einzelpersonen, die sich in besonderem Masse für die Allgemeinheit einsetzen. Zu ihnen gehört der 24-Stundenläufer Marco Ruch.
Elisabeth Uecker
Marco Ruch läuft 24-Stundenrennen. In der Schweiz gibt es nur wenige Läufer, die sich einer solchen Herausforderung stellen; der 24-Stundenlauf ist eine unbekannte Sportart. Wer in Sumiswald und Umgebung Marco Ruch beim Training begegnet, glaubt einen Gesundheitssportler vor sich zu haben. Seine auf Ausdauer ausgerichtete Trainingsweise sieht eher gemächlich aus. Wie Marco Ruch erzählt, hat er seine sportliche Karriere mit dem Burgdorfer 60-Kilometerlauf begonnen. Später habe er sich auf den Bieler 100-Kilometerlauf gesteigert. Diesen habe er nun schon 15 Mal gemacht. Im 24-Stundenlauf von Basel hat er eine neue Herausforderung gefunden. «Damals mit meinem stattlichen Gewicht von 115 Kilogramm bin ich bloss die ersten 15 Kilometer gerannt, von da an nur noch marschiert», erinnert er sich. Die Erkenntnisse aus diesem Erlebnis haben ihn dazu bewogen, das Körpergewicht zu reduzieren. Nach einer Umstellung seiner Ernährung fühle er sich nun viel fitter. Um an einem 24 Stundenlauf teilnehmen zu dürfen müsse man mindesten einen «100er» erfolgreich bestritten haben. Das Starterfeld sei eine grosse Familie von Teilnehmern aus 24 Nationen. Keiner kämpfe verbissen nur für sich. Wenn es einem Läufer während eines Laufes schlecht gehe, helfe man sich gegenseitig mit aufmunternden Worten. «Während dieser langen Laufzeit bekommt jeder einmal eine Krise», weiss der Ausdauersportler. Das Rennen startet immer Mittags um 12 Uhr. «Wenn es dann langsam Nacht wird, möchte der Körper nur noch schlafen», so Ruch. Bei seinem ersten solchen Rennen habe er sich noch nicht so gut vorbereitet. «Als ich in den Morgenstunden nicht mehr laufen konnte, habe ich mich auf einer Festbank hingelegt und eine Stunde geschlafen. Zu bequem wollte ich es mir nicht machen, damit der Schlaf nicht zu tief wird», erzählt Marco Ruch von seinen Erfahrungen. «Heute stelle ich am Vortag am Streckenrand ein Zelt auf und habe so die Möglichkeit im Notfall etwas auszuruhen» fügt er an. Spaghetti aus dem Joghurtbecher In den 24 Stundenrennen legte Marco in Basel eine Strecke von 140 Kilometer und beim Rennen in Berlin gar 153 Kilometer zurück. Dass man dabei auch essen und trinken muss ist klar. An der Rennstrecke – sie ist ein Rundkurs von zirka einem Kilometer – ist ein reichhaltiges Buffet aufgestellt. Alles sei in kleinen Portionen bereit. «Teigwaren sind in Joghurtbecher abgefüllt, damit wir diese auf der Strecke essen können.» Verpflegung sei sehr wichtig, langsames Essen noch wichtiger, da der Körper nicht durch die Nahrungsaufnahme zusätzlich belastet werden dürfe. Auf die Frage nach seinen sportlichen Zielen meint Marco Ruch: «Ich möchte noch an einem 48 Stundenlauf teilnehmen». Hierfür muss er ins Ausland. In der Schweiz gibt es solche Rennen noch nicht. Viele waren erfolgreich Neben Marco Ruch durften im Forum Sumiswald eine stattliche Anzahl weiterer Personen ein Diplom in Empfang nehmen. Überreicht wurde ihnen dieses durch die Spitzensportlerin Karin Thürrig. Die Geehrten: Bruno Aebi, Paul Gfeller Peter Jörg Laufsport; Damian Gehrig, Marcel Röthlisberger, Patrik Schenk Schwingen; Marcel Rüfenacht Classic Bowling; SV Sumiswald B Junioren; Samuel Steiner Armbrustschiessen; Paul Schöni für seine Verdienste für den SV; Heinz Grossen 19 Jahre Juniorentrainer; Marcel Jakob Juniorentrainer und Organisator von kulturellen Anlässen; 50 Jahre Frauenturnverein Sumiswald; 30 Jahre Kulturkreis Region Sumiswald; 20 Jahre Dead Riders; 160 Jahre Bibliothek Sumiswald; 160 Jahre MG Sumiswald; der Spezialpreis Sport geht an den Skiliftverein Wasen.
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